Sie sind hier: Startseite Rhein-Main Lifestyle
Weitere Artikel
Weltmeisterschaft

Von Frauen, Fußball und Handkäs

(bo/dapd). Frauenfußball? "Das ist wie Handkäs mit Schokolade", findet Maddes, Gründer der "Initiative gegen kickende Weiber im Stadion". In dieser Rolle nimmt Comedian Henni Nachtsheim vom Duo Badesalz Vorurteile gegen kickende Frauen aufs Korn - als Werbung für die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen.

Die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen wird im Sommer in neun deutschen Städten ausgespielt. Doch das Zentrum liegt in Frankfurt am Main. So zumindest präsentiert sich die Stadt selbstbewusst einen Monat vor Anpfiff.

"Wir sehen uns als Hauptstadt und Herz des Frauenfußballs", sagt der städtische Sportdezernent Markus Frank (CDU) am Montag im Frankfurter Stadion. In der Arena und am Mainufer will die Stadt das Sommermärchen von 2006 wiederholen - und übertreffen. Denn der Titel für die deutschen Damen scheint fest eingeplant.

Charly Körbel rechnet mit einem deutschen WM-Sieg

"Im Finale wird Deutschland gegen Brasilien spielen und gewinnen", ist die Frankfurter Fußballlegende Karl-Heinz "Charly" Körbel überzeugt. Der Funke sei bei ihm richtig übergesprungen. "Ich bin ein großer Fan des Frauenfußballs geworden", sagt der ehemalige Profi der Eintracht und Nationalspieler. Er wirbt als Botschafter für die Frauenfußball-WM und für den Austragungsort Frankfurt. Anders als bei der WM der Männer 2006, kündigt Körbel an, werde er auch die Fanmeile am Mainufer besuchen.

Dort erwartet die Stadt unter dem Titel "Frankfurter Fußballgärten" nicht nur Körbel, sondern Hunderttausende Besucher. Allein bei einer Eröffnungsshow am 25. Juni werde mit etwa 200.000 Gästen gerechnet, sagt Sportdezernent Frank. In den drei Wochen der Spiele werde von bis zu 1,5 Millionen Besuchern ausgegangen.

Stadt gibt zehn Millionen Euro für die WM aus

Dabei soll es nicht nur um Sport und Fußball gehen. Zur Eröffnung wird es nach Aussage von Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) eine große Licht- und Wassershow geben. Zudem sollen auf einer Flussbühne Cassandra Steen, Laith Al-Deen, Christina Stürmer und andere Musiker auftreten. Natürlich werden alle Spiele der WM werden live übertragen, auf drei schwimmenden Leinwänden im Main.

Insgesamt zehn Millionen Euro lässt sich die Stadt die WM nach eigenen Angaben kosten, und rührt für das Ereignis und sich selbst kräftig die Werbetrommel. Roth nennt die Frauenfußball-Weltmeisterschaft ein Weltereignis und Sportdezernent Frank kündigt an, das neue Frankfurt präsentieren zu wollen.

Für ihre Kampagne "Frankfurt - Das Herz des Frauenfußballs" hat die Stadt nicht nur Körbel gewonnen. Auch Sandra Smisek, ehemalige Nationalspielerin, legt sich für ihre Heimatstadt ins Zeug.

Die Rolle als WM-Botschafterin bezeichnet sie bei einem Rundgang durch das Stadion als große Ehre. Allerdings wäre sie wohl noch lieber auf als neben dem Platz aktiv. Ein wenig traurig sei sie schon, bei dem Turnier im eigenen Land nicht als Spielerin dabei zu sein, gibt die 33-Jährige zu. Zumal der Titelgewinn in ihrer Heimatstadt möglich wäre. In Frankfurt finden schließlich nicht nur zwei Gruppenspiele und ein Halbfinale, sondern auch das Endspiel am 17. Juli statt.

Caroline Schulke

(dapd )


 


 

Frauenfußball
Sportdezernent
Hauptstadt
Fußball-Weltmeisterschaft
Frauen
Körbel
Frankfurt

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Frauenfußball" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: