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Finanzskandal

Russischer Ex-Telekommunikations-Minister im Geldwäscheverdacht

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(bo/dapd). Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstagausgabe) gegen mehrere Geschäftsleute, Anwälte und Ex-Banker Anklage wegen Geldwäsche in großen Stil erhoben.

Die Beschuldigten sollen geholfen haben, hohe Beträge aus Russland quer durch Europa und dann über die Bermudas wieder zurück nach Moskau zu schleusen. Davon profitiert haben soll vor allem der frühere russische Telekommunikations-Minister Leonid Reiman, der ein enger Vertrauter des seinerzeitigen Präsidenten Wladimir Putin war.

In einem Ermittlungsbericht des Bundeskriminalamtes (BKA) sei der Verdacht notiert, eine Gruppe um Reiman habe in Russland einen Schaden von 440 Millionen Dollar verursacht. Der Putin-Vertraute habe sich bei der Privatisierung von Staatsbetrieben bereichert und mit dem illegal erworbenen Vermögen später Anteile an Telefon-Unternehmen gekauft. Über ein System von Scheinfirmen sei schmutziges Geld in vermeintlich sauberes verwandelt worden.

Reiman, 54, war von 1999 bis 2008 Minister für Telekommunikation unter Präsident Wladimir Putin, dann bis 2010 Berater von Putins Nachfolger Dmitri Medwedew.

(Redaktion)



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Bild Nr. 1 © pixelio.de Frank Ulbricht


 

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