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Podiumsdiskussion im Schloss Heusenstamm

Gemeinsam statt einsam: Wie Senioren das Wohnen verändern

Prognosestudien zufolge wird 2050 jeder dritte Bundesbürger älter als 60 Jahre sein und die Hälfte über 48. „Wir brauchen ein neues, differenzierteres Bild des Alterns“, forderte deshalb die Zukunftsforscherin Ingrid Schick in ihrer Rede beim Informationstag zum Thema „Wohnen im Alter – aber wie? Wie ‚Silver Ager’ das Wohnen revolutionieren“ am Sonntag in der Heusenstammer Schlossschänke. Rund 50 Gäste lauschten der Veranstaltung.

Die Senioren-Generation von heute habe neue, eigene Ansprüche ans Leben und Wohnen, sagte Schick, die als Autorin für das Zukunftsinstitut in Kelkheim arbeitet. „Dazu gehören ein barrierefreies Wohnen, ein hohes Maß an Infrastruktur , serviceorientierte Angebote sowie neue Wohnformen.“ Diese Ansprüche würden dem zentralen Wunsch der sogenannten „Silver Ager“ gerecht, nämlich dem nach einem selbstständigen und unabhängigen Leben bis ins hohe Alter. Zum Thema diskutierten beim anschließenden Podiumsgespräch der Heusenstammer Bürgermeister Peter Jakoby,
Axel Gerlach (Sparkasse Langen-Seligenstadt) sowie Uwe Werkmann, der das Wohnprojekt „Service Wohnen 60 Plus“ verantwortet, das derzeit an der Alfred-Delp-Straße in Heusenstamm entsteht. Moderiert wurde die Veranstaltung von TV-Star Karl-Heinz Stier.

Ein Großteil der älteren Generation zieht in der zweiten Lebenshälfte noch einmal um. Die Gründe sind vielfältig: Die Kinder sind aus dem Haus, das für die Eltern allein zu groß ist, oder die Nähe zum Arbeitsplatz spielt beispielsweise keine Rolle mehr. Oftmals steht dahinter auch der Wunsch nach einem altersgerechten Lebensraum. Auf dem Immobilienmarkt gewinnt die ältere Generation deshalb zunehmend an Bedeutung.
86 Prozent aller Best Ager sind am Thema „Wohnen und Einrichten“ besonders interessiert. Dies hat eine Werbeträger-Analyse des Instituts für Demoskopie Allensbach bereits vor zwei Jahren ergeben. Hinzu kommt, dass Senioren heute länger in ihrer eigenen Wohnung leben wollen. Früher sind sie im Durchschnitt mit 65 Jahren ins Altenheim gezogen, heute erst mit durchschnittlich 83 Jahren. „Individuelle Wohngemeinschaften werden künftig ebenso gefragt sein wie komfortable Seniorenresidenzen oder das Wohnen in den eigenen vier Wänden mit dem nötigen Service-Support“, prognostizierte die Zukunftsforscherin Schick.

Dass die Gesellschaft frühzeitig umdenken muss, hat auch Uwe Werkmann erkannt, der in Heusenstamm die erste Service-Wohnanlage für die ältere Generation baut. Das Projekt richtet sich ausschließlich an Menschen, die
60 Jahre oder älter sind. Die geplante Anlage umfasst 34 Wohnungen in unterschiedlichen Größen mit Balkon oder Terrasse und soll ein barrierefreies Wohnen ermöglichen. So gibt es beispielsweise keine Stufen, dafür aber breite Türen, damit sich auch ein Rollstuhlfahrer ungehindert fortbewegen kann. Zudem wird es einen ambulanten Pflegedienst geben, der die Hausbewohner bei Bedarf unterstützt sowie einen garantierten 24-Stunden-Hausnotruf. Der Komplex an der Heusenstammer Alfred-Delp-Straße sieht außerdem eine Tiefgarage und eine Grünanlage mit Teich im Innenhof vor sowie eine Dachterrasse und einen Gemeinschaftsraum, um den Lebensabend gemeinsam statt einsam zu verbringen. Infos dazu unter (06074) 89 197 0.

Quelle: Werkmann GmbH + Co KG

(rheinmain)


 


 

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