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US-Mobilfunkunternehmen VoiceStream

Gericht will Zeugen im Telekom-Prozess in San Francisco vernehmen

(bo/ddp-hes). Im Musterprozess um den dritten Börsengang der Deutschen Telekom will das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main vier Zeugen in den USA vernehmen. Das Rechtshilfegesuch sei am Dienstag an das zuständige Justizministerium in Washington gerichtet worden, sagte ein OLG-Sprecher am Mittwoch auf ddp-Anfrage. Die vier Zeugen sollen in einem Konsulat in San Francisco dazu befragt werden, ob der milliardenschwere Ankauf des US-Mobilfunkunternehmens VoiceStream durch die Telekom zum Zeitpunkt des dritten Börsengangs im Frühjahr 2000 schon festgestanden habe.

Das Ersuchen der Rechtshilfe war nötig geworden, weil die
US-Manager das Erscheinen vor einem deutschen Gericht abgelehnt
hatten. Die Verhandlung ist daher seit Juni ausgesetzt und sollte
ursprünglich im September fortgesetzt werden.

In dem seit April laufenden Mammutprozess muss das OLG
entscheiden, ob die rund 16 000 Schadenersatzklagen von Kleinanlegern
der Telekom berechtigt sind. Die bisher als Zeugen vernommenen
ehemaligen Telekom-Manager, darunter Ex-Unternehmenschef Ron Sommer,
hatten dies verneint.

(rheinmain)


 


 

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