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  • 01.12.2017, 13:48 Uhr
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Geschäftswelt

Dresscode: Welche Regeln gelten überhaupt noch?

Mark Zuckerberg und Steve Jobs haben es vorgemacht, und immer mehr Unternehmen folgen ihrem Beispiel: Der traditionelle Dresscode verliert in der Geschäftswelt zunehmend an Bedeutung. In einen klassischen Anzug zwängen muss mann sich in vielen Branchen nicht mehr oder zumindest nur noch selten. Stattdessen gilt „du bist, was du trägst“, jedenfalls insofern, als dass man dadurch seine Persönlichkeit zum Ausdruck bringen kann und dadurch das eigene Wohlbefinden am Arbeitsplatz steigert. Das bedeutet allerdings nicht, dass alles erlaubt ist, was gefällt.



Bildrechte: Flickr Man wearing blue blazer on business meeting perzon seo CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Die absoluten No-gos am Arbeitsplatz

Dass man im Büro nicht unbedingt in einem bauchfreien oder transparenten Top aufläuft, versteht sich von selbst – selbst im Sommer legt kein Unternehmen den Dresscode derart locker aus. Aber wie sieht es beispielsweise mit Kleidung aus, die besonders eng anliegt? Wie tolerant ist die heutige Arbeitswelt in dieser Hinsicht? Einer aktuellen YouGov-Umfrage zufolge empfindet weit über die Hälfte der Deutschen auch diese Art der Bürokleidung als absolut unangemessen – und dabei bleibt es nicht. Auch kurze Hosen, Kapuzenpullover und Männer-Sandalen fallen bei der Hälfte der YouGov-Befragten als bürotaugliche Kleidung durch. Gleiches gilt für Körperschmuck: Rund die Hälfte der Deutschen empfindet Piercings und Tattoos als bürountauglich beziehungsweise unangemessen.

Auffallen ist erlaubt – und macht zudem intelligent?

Die Umfrage liefert interessante Erkenntnisse, die allerdings nur mit Vorsicht zu genießen sind; schließlich ist ein markantes Erscheinungsbild in manchen Branchen selbst im Büro gern gesehen oder gar erwünscht. In Bezug auf den Dresscode lässt die Businesswelt also unterschiedliche Abstufungen zu. Richtig aufzufallen kann im Berufsleben auch Vorteile haben, wie eine Studie der Harvard Business School bestätigt. Demnach werden Menschen, die sich nonkonform kleiden, als schlauer und erfolgreicher eingeschätzt. Rote oder buntgemusterte Socken zum Business-Outfit fallen auf und signalisieren: Diese Person kann es sich leisten, dermaßen „aus der Reihe zu fallen“.

Ausgefallene Trends statt steifer Dresscode

In kreativen Branchen hat sich das Phänomen der bunten Socke, die nicht mehr versteckt werden muss, bereits vor Jahren zu einem regelrechten Trend entwickelt. Doch auch hierbei ist nicht alles erlaubt, was dem Träger auf Anhieb gefällt.

Bevorzugt der Träger die gemusterte Variante, sollte das Muster der Socke zumindest eine Farbe des restlichen Outfits aufgreifen. Raketen, Comics, Sterne oder gar Essbares wie Pizza, Burger oder Donuts haben als Motiv auf den Socken eines erwachsenen Mannes nichts zu suchen. Wer es ausgefallener wünscht, sollte lieber ein Exemplar mit Punkten, Streifen oder Karos wählen. Eindruck hinterlassen beziehungsweise auffallen kann man aber auch mit einem anderen markanten Accessoire besonders gut – einer Brille. Wirft man einen Blick in das Sortiment von Anbietern wie edel-optics.de, wird schnell klar: Die ehemals funktionale Sehhilfe hat sich zum modischen Statement gewandelt und unterstreicht die eigene Persönlichkeit mindestens so gut wie ein mit Bedacht ausgewähltes Kleidungsstück.

In Zeiten, in denen Work-Life-Balance und Selbstverwirklichung im beruflichen Umfeld an Bedeutung gewinnen, haben Arbeitnehmer mehr Freiheiten bei der Bürokleidung denn je. Umso überraschender ist es, dass laut der YouGov-Umfrage rund die Hälfte der Deutschen für Kleiderregeln am Arbeitsplatz sind. Regeln an sich sind offenbar nie verkehrt – solange sie nicht allzu streng durchgesetzt werden. Stets eine Krawatte im Büro zu tragen, zählt beispielsweise zur strengen Umsetzung und wird von einem Großteil der Deutschen inzwischen als überflüssig erachtet. An einigen Tagen darf es eben auch gerne mal etwas lockerer sein – Stichwort „casual“.

(Redaktion)


 


 

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