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Gewerbesteuereinnahmen in Hessen auf Rekordniveau

Zweites Quartal 2012 übertrifft alle bisherigen Zahlen - Vor allem kreisfreie Städte legen zu

Nach einem längeren Abwärtstrend haben die Gewerbesteuereinnahmen der hessischen Kommunen im zweiten Quartal 2012 einen neuen Rekordwert erreicht. Die Einnahmen lagen bei 1,2 Milliarden Euro, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Das sei der höchste Wert, der jemals in einem einzelnen Quartal erzielt wurde. Gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum wurde ein Plus von 41,1 Prozent erzielt; im Vergleich zum Vorquartal 2012 sogar von 43,2 Prozent.

Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres nahmen die hessischen Kommunen fast 2,1 Milliarden Euro ein, knapp 230 Millionen oder 12,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie es weiter hieß. Damit verfehlten sie den Angaben zufolge zwar das Halbjahresergebnis des Boomjahres 2008 (2,3 Milliarden Euro), übertrafen jedoch das bisher zweitbeste Ergebnis von 2007 (2,0 Milliarden Euro).

Geprägt war diese Entwicklung den Angaben zufolge maßgeblich durch die Einnahmen der Stadt Frankfurt. Sie habe ihre Gewerbesteuersumme im zweiten Quartal 2012 mit einem Allzeitrekord von 489,3 Millionen Euro sowohl gegenüber dem Vorjahresquartal als auch gegenüber dem Vorquartal mehr als verdoppelt. Im ersten Halbjahr 2012 erreichte die größte hessische Stadt mit 722,6 Millionen Euro einen um gut einen Viertel höheren Wert als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Auch die anderen kreisfreien Städte legten nach Angaben des Statistikamtes mit Ausnahme von Offenbach, wo ein Minus von 12,2 Prozent eingefahren wurde, deutlich zu. Darmstadt erzielte im ersten Halbjahr Gewerbesteuereinnahmen von 95,2 Millionen Euro, was einem Plus von 114,5 Prozent entspricht. Wiesbaden legte um 31,9 Prozent auf 124,6 Millionen Euro zu; Kassel um 22,5 Prozent auf 100,4 Millionen Euro.

Weniger stürmisch verlief die Entwicklung bei den kreisangehörigen Gemeinden, wie das Landesamt weiter mitteilte. Ihre Gewerbesteuereinnahmen erhöhten sich im zweiten Quartal um 7,8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal und erreichten insgesamt 529,2 Millionen Euro. Die Halbjahresbilanz weist wegen des schwachen ersten Quartals einen leichten Rückgang um 1,4 Prozent auf. Zwischen den einzelnen Kommunen gab es dabei große Unterschiede.

(Caroline Schulke)


 


 

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