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Alexander Kirchner

Gewerkschaft Transnet will gleichzeitigen Tarifabschluss mit GDL

(bo/ddp.djn). Die Eisenbahngewerkschaft Transnet dringt in den kommenden Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn auf einen zeitgleichen Tarifabschluss der Lokführergewerkschaft GDL mit dem Arbeitgeber. Es dürfe diesmal nicht das Gefühl bleiben, dass sich die GDL ein größeres Stück vom Kuchen abgeschnitten habe, sagte der neue Transnet-Vorsitzende Alexander Kirchner am Freitag in Berlin. Transnet verlange zehn Prozent mehr Lohn sowie Verbesserungen bei den Arbeitszeitregelungen sowie ein Jobticket.

Kirchner zufolge wird Transnet bei den Verhandlungen besonders viel Wert auf die Arbeitszeitbestimmungen legen. Dazu gehöre, dass die Dienstschichten nachts nicht unterbrochen werden dürften. Auswärtige Übernachten sollten auf ein Mal pro Woche reduziert werden. Zudem müssten die Bedürfnisse der Kollegen wieder stärker beachtet werden. Darunter falle auch mehr Planbarkeit und längerfristig feststehende Dienstpläne.

 «Die Deutsche Bahn ist ein Mobilitätsanbieter. Als dieser muss das Unternehmen seinen Beschäftigten auch Jobtickets anbieten», machte Kirchner Werbung für das kostenlose Fahrkartenabo.

Wie auch in der vergangenen Tarifrunde gehen Transnet und GDL mit unterschiedlichen Forderungen in die Verhandlungen. Ursprünglich sollten die Bahn-Gewerkschaften bereits dieses Jahr eine Kooperationsvereinbarung traffen, die regeln sollte, wie sich die Gewerkschaften bei künftigen Tarifforderungen miteinander abstimmten. Die diesbezüglichen Gespräche hätten «nie richtig stattgefunden», sagte Kirchner.

 Die GDL interessiert sich laut dem Transnet-Vorsitzenden nur für die Lokführer und nicht für langfristige Regelungen. Auch für 2009 habe die GDL ihre Forderungen mit Transnet nicht abstimmen wollen. Er halte jedenfalls die 6,5 Prozent für einen «taktischen Trick».

Der Tarifvertrag zwischen Transnet und Deutscher Bahn läuft am 31. Januar aus. Das Tarifergebnis für 2008 war erst nach einem monatelangen Konflikt erzielt worden. Viel Streit gab es mit der GDL, da diese erstmals einen eigenständigen Lokführertarifvertrag erhielt. Der Gewerkschaftskonkurrent fordert für die kommende Tarifrunde 6,5 Prozent mehr Lohn sowie Verbesserungen bei der Arbeitszeit.

(Redaktion)


 


 

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