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Konzernmutter als Retter?

GM will Opel selbst sanieren

(bo/ddp.djn). Eine Entscheidung zur Zukunft des Autoherstellers Opel wird sich offenbar weiter verzögern. Zwar befasse sich der Verwaltungsrat der Konzernmutter General Motors (GM) mit dem Thema auf seiner am Dienstag beginnenden Sitzung, doch werde eine Entscheidung frühestens Anfang Oktober getroffen, berichtete das «Handelsblatt» (Dienstagausgabe) unter Berufung auf Insider. «Es müssen noch zahlreiche Diskussionen und Debatten geführt werden», habe es in Unternehmenskreisen geheißen.

Zudem verdichteten sich die Anzeichen, dass GM Opel in Eigenregie mit Finanzhilfen der USA und der europäischen Länder mit Opel-Standorten sanieren wolle. Der von Politik und Arbeitnehmervertretern bevorzugte Verkauf Opels an den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna sei im GM- Verwaltungsrat «kolossal gescheitert», heiße es in unternehmensnahen Kreisen. Grund sei unter anderem der befürchtete Transfer von GM-Technologie nach Russland, der «enorme Störgefühle» in den USA auslöse. Zudem enthalte der Vertrag Klauseln, die das Gremium nicht akzeptieren könne, hieß es weiter.

Unter Berufung auf Regierungskreise in Berlin hieß es zudem, GM habe verdeutlicht, dass es einem Verbleib von Opel im eigenen Konzern klar den Vorzug gebe. Ein Magna-Einstieg sei demnach nur die dritte und letzte aller möglichen Lösungsvarianten. Bevorzugt werde eine Beteiligung des belgischen Finanzinvestors RHJ International.

 Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sagte der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» (Dienstagausgabe), es wäre wünschenswert, wenn GM vor der Internationalen Automobilausstellung IAA ab Mitte September eine klare Orientierung geben würde. Zugleich signalisierte der Ressortchef Bereitschaft, in neue Verhandlungen mit GM einzutreten, ohne bereits von den bisherigen Vorstellungen der Bundesregierung abzurücken. «Die Bundesregierung hat ihre Verhandlungsposition gemeinsam mit den Bundesländern und der Opel-Arbeitnehmervertretung entwickelt. Wir sehen derzeit keine bessere Alternative zum Konzept der Magna-Gruppe», sagte Guttenberg. GM kenne die Position der Bundesregierung: «Jetzt sind wir gespannt, wie sich GM verhält, aber wir sind verhandlungsfest auf jede Situation vorbereitet.»

(Redaktion)


 


 

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