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Gedenkveranstaltung

Hahn würdigt das Lebenswerk von Ignatz Bubis

(bo/ddp-hes). Bei einer Gedenkveranstaltung zum 10. Todestag des ehemaligen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Ignatz Bubis, hat der stellvertretende Ministerpräsident Jörg-Uwe Hahn (FDP) am Sonntag dessen Lebenswerk gewürdigt. «Ignatz Bubis war für viele von uns ein Vorbild und eine moralische Instanz», sagte Hahn in der Paulskirche in Frankfurt am Main. Bubis war am 13. August 1999 im Alter von 72 Jahren gestorben.

Bubis habe bewusst provoziert, damit die Menschen sich Gedanken über die ihm so wichtigen Fragen des Umgangs mit Minderheiten in Deutschland machen sollten, sagte der stellvertretende Ministerpräsident: «Er hat damit Brücken zwischen Menschen gebaut und befreite die Deutschen von vielen Vorurteilen über Juden.»

Zum Ende seines Lebens hatte Bubis verfügt, in Israel beerdigt zu werden, weil er fürchtete, sein Grab könne geschändet werden. «Dieser Wunsch macht mich nachdenklich», betonte Hahn: «Kann ein Mensch in Deutschland, egal welcher Religion oder Herkunft sich Ende des 20. Jahrhunderts seines Grabes nicht sicher sein?» Die Deutschen dürften nie ihre Vergangenheit vergessen, dann werde auch das Bestreben von Bubis geehrt und bewahrt.

(Redaktion)


 


 

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