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Hanau

Bauleitplanung für Freiheitsplatz beschäftigt neues Parlament

Noch bevor die neu gewählte Hanauer Stadtverordnetenversammlung am kommenden Montag, 11. April, das erste Mal zusammentritt, hat der Magistrat, der bis zur Neubenennung in bisheriger Zusammensetzung weiterarbeitet, schon die erste Vorlage erstellt, die im neuen Parlament in der ersten, konstituierenden Sitzung behandelt werden soll.

"Ambitionierte Ziele, wie wir sie im Stadtumbau immer wieder formulieren, erfordern ein hohes Arbeitstempo von allen Beteiligten. An uns als Stadt ist es derzeit, die überarbeitete Bauleitplanung noch vor Ostern auf den Weg zu bringen, um den Zeitplan für die Entwicklung auf dem Freiheitsplatz auch nach dem Hinzukommen der Karstadt-Barthel-Immobilien einhalten zu können", so Oberbürgermeister Claus Kaminsky am Montag nach der Magistratssitzung.

Ende Januar war bekannt gegeben worden, dass der Lübecker Investor HBB, der im vergangenen Jahr mit seinem Entwurf für den Innenstadtumbau als Sieger aus dem Wettbewerblichen Dialog hervorgegangen war, auch die an die Westseite angrenzende Karstadt- und Barthel-Immobilie sowie ein Wohnhaus der Baugesellschaft Hanau erwerben konnte, um auf dem Areal einen weiteren Einzelhandels- und Dienstleistungskomplex zu errichten. OB Kaminsky bezeichnete die Chancen, die sich aus der gemeinsamen Entwicklung des Freiheitsplatzes und der bisher brachliegenden Handelsimmobilien ergeben, als "besonderen Glücksfall" für die Stadt, denn damit habe sich rechtzeitig auch eine hervorragende Lösung für ein großes "Sorgenkind" gefunden.

Wie Wirtschaftsdezernent Dr. Ralf-Rainer Piesold ergänzte, wird das offene Immobilienkonzept von HBB auch für eine bessere Anbindung an die Altstadt sorgen, weil es durch seine Verknüpfung mit den bestehenden Einkaufslagen die vorhandenen Laufwege aufnimmt. Durch diese Entwicklung gewinnen seiner Ansicht nach auch die übrigen Randlagen inklusive der jetzt neu in der Planung berücksichtigten Karstadt- und Barthel-Immobilien an Attraktivität.Aus den neuen Besitzerverhältnissen ergibt sich, dass HBB neben dem Vorhaben aus dem Wettbewerblichen Dialog ein weiteres Projekt auf dem Areal zwischen Freiheitsplatz und Steinheimer Straße parallel entwickeln und realisieren wird. Die notwendigen Anpassungen in der Bauleitplanung ließen sich im bereits laufenden Verfahren jedoch noch berücksichtigen. So wurde der vorhabenbezogene Bebauungsplan, der von den städtischen Gremien im vergangenen Sommer auf den Weg gebracht worden war, auf Antrag von HBB überarbeitet und an die veränderten Bedürfnisse angepasst. Wesentliche Neuerung ist die Erweiterung des Geltungsbereichs. Der Magistrat empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, die städtebauliche Neuordnung des Freiheitsplatzes sowie der westlich angrenzenden Grundstücke bis hin zur Steinheimer Straße als ein Satzungsverfahren durchzuführen.

Wie Oberbürgermeister Kaminsky weiter erläuterte, ergeben sich darüber hinaus für Lage und Ausdehnung der Tiefgarage grundlegende Änderungen. Anders als ursprünglich geplant ist jetzt vorgesehen, eine zweigeschossige Tiefgarage, die zusammenhängend unter den beiden künftigen Einzelhandelsimmobilien verläuft, an der Nordseite des Freiheitsplatzes zu bauen. Hier werden rund 500 Parkplätze auf zwei Ebenen entstehen, die von beiden Häusern erreichbar sind und damit auch von beiden genutzt werden können. Die Neukonzeption sieht vor, dass die Tiefgarage bis an die Straße "Im Bangert" heranläuft, wo die künftige Zu- und Abfahrt der Tiefgarage liegen soll. Daraus ergibt sich nach den Worten von Stadt Axel Weiss-Thiel der Vorteil, dass die Verkehrsbelastung am Kreisel im Nordosten und damit auch die Zufahrt zum Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) entzerrt wird. Erfreulich wäre zudem, dass es in dieser Variante an der Ostseite des Freiheitsplatzes vor dem Finanzamt auch keinen Auto-Verkehr mehr gebe. Dies komme dem erklärten Ziel entgegen, den Individual- und den Öffentlichen Personennahverkehr konsequent zu entflechten.

(ots / Stadt Hanau)


 


 

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