Sie sind hier: Startseite Rhein-Main Lokale Wirtschaft
Weitere Artikel
Städtebauliche Entwicklung

Mannheimer Fachleute auf Konversionstour in Hanau

Über die städtebauliche Entwicklung auf den ehemaligen US-Militärarealen in Hanau hat sich eine Delegation von 45 Architekten, Stadtplanern und politischen Vertretern aus Mannheim und der Region um Mannheim informiert. Beim Besuch in der Brüder-Grimm-Stadt ging es um Strategien und Erfolge bei der Entwicklung von Kasernen.

In Mannheim und der dortigen Region geben die Amerikaner ihre bisherigen Standorte auf. Innerhalb von fünf Jahren werden Flächen mit mehr als 700 Hektar freigegeben. Wie in Hanau, stellt dies auch dort große Herausforderungen und Chancen für die Stadtentwicklung dar. Die von den US-Streitkräften frei geräumten Flächen gehen in den Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) über. Die Delegation aus Mannheim, unter ihnen auch Bürgermeister Lothar Quast, informierten sich in Hanau aus erster Hand über Strategien, spezielle Erfordernisse des Planungsrechts und Vermarktungsmöglichkeiten von Konversionsliegenschaften.

Hanau hat seit dem Abzug der Amerikaner vor fast zwei Jahren bedeutende Erfolge bei der Konversionsentwicklung vorzuweisen. Als Grundlage für diesen Erfolg gilt die zu Beginn des Prozesses zwischen Oberbürgermeister Claus Kaminsky und der BImA abgeschlossene Konversionsvereinbarung, in der gemeinsame Ziele und eine partnerschaftliche Vorgehensweise vereinbart wurden.

Für jede Kommune mit ehemaligen US-Militärliegenschaften stellt sich die Herausforderung, dass sie nicht im Besitz der freien Flächen ist. Allerdings liegt das Planungsrecht bei der Kommune. In Hanau ist es gelungen die Interessen der BImA, die stadtgestalterischen Ansprüche der Kommune und die Ziele der Investoren vorteilhaft zu verknüpfen und somit die freien Flächen zügig einer Neugestaltung zuzuführen.

Der Leiter des Hanauer Planungsamtes, Hans-Ulrich Weicker, und der Hanauer Architekt Klaus Heim informierten die Mannheimer Delegation über die erfolgreiche Vermarktung und Gestaltung des Argonnerparks. Hier wurde bereits ein Jahr nach Abzug der Amerikaner der Kaufvertrag für das gesamte Areal unterzeichnet. Die New-Argonner Housing Area war über Jahrzehnte das Domizil von US-Offizieren und ihren Familien. Der alte Gebäudebestand wurde hochwertig saniert und besticht durch seine Weitläufigkeit und die großen Grünflächen mit zahlreichen Spielplätzen und den alten Baumbestand. Zur Attraktivität gehören auch das direkt angrenzende Naturschutzgebiet Campo Pond, auf dem die Przewalski-Urwildpferde auf ihre Auswilderung vorbereitet werden.

In ihren Vorträgen betonten Weicker und Heim die Notwendigkeit, auf den Konversionsliegenschaften für die neue Wohnbevölkerung die entsprechende Infrastruktur bereit zu stellen. Dies ist im Bereich des Argonnerparks durch die Etablierung der Paul-Gerhard-Schule, die Nutzung der Sportstätten und mit dem Neubau des Dienstleistungszentrum gewährleistet.

(Stadt Hanau)


 


 

Flächen
Mannheim
Kommune
Amerikaner
Konversionsentwicklung
Entwicklung
Erfolg

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Hanau" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: