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Handwerksbetriebe im Rhein-Main-Gebiet stellen Mitarbeiter ein

Die Handwerksbetriebe im Rhein-Main-Gebiet sind ausgelastet wie seit Monaten nicht mehr. Das hat die jüngste Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Rhein-Main ergeben. Der Auslastungsgrad lag im vierten Quartal 2007 bei durchschnittlich 74,0 Prozent; im Vorquartal waren es noch 72,6 Prozent gewesen. Entsprechend zuversichtlich schätzen die Betriebsinhaber die Auftragslage ein: 70,1 Prozent rechnen in den kommenden Wochen mit mindestens konstanten Auftragseingängen, 67,4 Prozent mit gleichen Umsätzen.

Die meisten Betriebe nutzten die Konjunktur der vergangenen Monate, um weiter zu investieren. 16,2 Prozent steigerten ihre Investitionstätigkeit (Vorquartal: 10,8 Prozent).

Die positive Entwicklung spiegelt sich auch in der Mitarbeiterstruktur. In den meisten Betrieben blieb die Personalsituation konstant (78,0 Prozent); 9,9 Prozent stellten zusätzlich Mitarbeiter ein (Vorquartal: 8,8 Prozent). Am erfreulichsten ist die Beschäftigtenentwicklung im Nahrungsmittelhandwerk. Keiner der befragten Betriebe musste Personal entlassen; mehr als jeder achte Betrieb (13,3 Prozent) baute seinen Mitarbeiterstamm aus.

71,5 Prozent der befragten Betriebe beurteilen ihre allgemeine Geschäftslage denn auch als mindestens befriedigend. Am günstigsten ist die Lage bei den Handwerken für den gewerblichen Bedarf, also beispielsweise bei den Kälteanlagen- und Elektromaschinenbauern, bei den Metallbauern und den Gebäudereinigern. 80,9 Prozent beurteilen ihre Geschäftslage als mindestens befriedigend, 34,2 Prozent von ihnen sogar als gut. Grund dafür ist die hohe Investitionstätigkeit der Gesamtwirtschaft.

Im Bauhauptgewerbe sieht die Situation dagegen nicht so rosig aus. Jeder dritte Betrieb meldet schlechte Geschäfte. Den Gesundheitsgewerben und dem personenbezogenen Dienstleistungsgewerbe, beispielsweise den Friseuren, Schuhmachern und Fotografen, geht es ähnlich. Sorgenkind bleibt das Kfz-Gewerbe. Mehr als die Hälfte, nämlich fast jeder sechste von zehn Betrieben, klagt über ein schlechtes viertes Quartal 2007.

Für die kommenden drei Monate erwarten denn auch mehr als ein Drittel der Betriebe (33,7 Prozent) schlechtere Geschäfte als aktuell; im Vorquartal waren es noch 21,2 Prozent gewesen. Nur noch 15,6 Prozent blicken optimistisch in die Zukunft (Vorquartal: 23,8 Prozent).

Zu schaffen macht dem Handwerk nach wie vor das hohe Preisniveau. Grund dafür sind nicht zuletzt die jüngsten Preisschübe bei Energie und Nahrungsmitteln. Für jeden zweiten Betrieb stiegen die Einkaufspreise; nur 17,3 Prozent konnten die Kosten mit höheren Verkaufspreisen auffangen.

Handwerkskammerpräsident Bernd Ehinger: „Wichtig ist, dass die Politik jetzt die Binnennachfrage ankurbelt. Wir wollen, dass der Aufschwung in unserem Land anhält. Dafür müssen wir alles tun. Die Voraussetzungen sind gut. Wir müssen nur sehen, dass wir den bisher eingeschlagenen positiven Kurs weiter verfolgen. Das Gebot der Stunde heißt: Mehr Netto im Geldbeutel. Die Lohnzu-satzkosten müssen weiter sinken. Was wir brauchen sind mehr Steuerentlastungen und weniger Abgaben. Dann steigt auch der private Kon-sum. Das Wachstumspaket der Bundesregierung kann mit Steuerbonus auf Handwerkerleistungen und Energiesparprogrammen weiter ausgeweitet werden. Das sichert Arbeits- und Ausbildungsplätze und ist auch ein wirksames Mittel gegen die Schwarzarbeit.“

Quelle: Handwerkskammer Rhein-Main

(rheinmain)


 


 

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