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Neuerscheinungen zu Frankfurt-Themen auf dem Büchermarkt

(pia) Wir stellen vor: "Der Frankfurter Hauptfriedhof", "Internationales Deutsches Turnfest Frankfurt 2009", "Frankfurt Skyline: Inside – Outside", "Frankfurts demokratische Moderne und Leopold Sonnemann. Jude, Verleger, Politiker, Mäzen.","Gebrauchsanweisung für Frankfurt am Main", "Der Frankfurter Domturm: Stadtbild, Geschichte, Restaurierung".

Peter Braunholz (Fotograf), Christian Setzepfandt, Britta Boerdner (Text): „Der Frankfurter Hauptfriedhof“, 144 Seiten, Societäts-Verlag, Frankfurt, 24,90 Euro.

Arthur Schopenhauer, Theodor W. Adorno oder Alexander Mitscherlich fanden hier ebenso ihre letzte Ruhe wie die durch den Struwwelpeter bekannt und berühmt gewordene Pauline (Schmidt). Die Rede ist vom Frankfurter Hauptfriedhof, den der Fotoband von Peter Braunholz in Details von Grabsteinen, Innenaufnahmen aus Mausoleen oder Ansichten der weitläufigen und bisweilen verwunschen erscheinenden Alleen zu den unterschiedlichsten Tages- und Jahreszeiten eindrucksvoll in Szene setzt. Aus den rund 10.000 Fotos, die Braunholz über zwei Jahre lang auf dem Friedhof machte, suchte e r die schönsten aus. Und so zeigt der Band, dass der Frankfurter Hauptfriedhof, der in der Tradition englischer Landschaftspark angelegt wurde, tatsächlich ist, wie es das erste Kapitel verspricht: "Ein Friedhof, schön wie ein Park". Texte der beiden Frankfurt-Kenner Christian Setzepfandt und Britta Boerdner geben Auskunft über den kulturhistorischen Hintergrund des Friedhofs und die Arbeit der Steinmetze, erzählen aber auch Anekdotisches über die hier Ruhenden und einen Teil Frankfurter Stadtgeschichte.

Verein Deutsche Turnfeste e. V., Frankfurt / Main (Herausgeber): „Internationales Deutsches Turnfest Frankfurt 2009.“, 208 Seiten, Societäts-Verlag, Frankfurt, 29,90 Euro.

Es war das größte Breitensport-Spektakel der Welt. 65.000 Teilnehmer kamen zum Turnfest 2009 nach Frankfurt, das unter dem Motto stand "Wir schlagen Brücken". Auch dieser Band schlägt Brücken. Brücken der Erinnerung von der Vergangenheit zur Gegenwart und vom Event zur Dokumentation. Beginnend mit dem Turnvater Jahn und den vier F "frisch, fromm, fröhlich, frei" wird die Brücke über die Nachkriegszeit zum letzten Turnfest 2009 geschlagen. Unzählige farbenfrohe Fotos, kurze Bildunterschriften und knappe Begleittexte dokumentieren die Feiern und Feste des Turnfestes ebenso wie die Teilnahme von Spitzensportlern und Breitensportlern aller Generationen an Wettkämpfen, Meisterschaften, Spielen und Ehrungen in Stadien, Hallen und natürlich an der FlussFestMeile.

Ulrich Mattner (Fotograf): "Frankfurt Skyline: Inside – Outside", 144 Seiten, B3 Verlag, Frankfurt, 28 Euro.

Wohl jeder Frankfurt-Besucher versucht sie auf ein paar Fotos einzufangen: die in Deutschland einmalige Silhouette der Hochhäuser und Bankentürme. Auf ihre Fassaden, aber auch auf ihr Innenleben geht der Blick des Fotografen Ulrich Mattner in dem Band "Frankfurt Skyline Inside – Outside". Durch seine jahrelange Arbeit ist es ihm gelungen, Besonderes und bisweilen auch nicht für Jeden Sichtbares fotografisch zu offenbaren. Gediegene Sitzungssäle und glitzernde Empfangshallen, imposante Architektur und Büros, die sich wie Waben zwischen Stahl, Beton oder Glas ausnehmen, Menschen, die konzentriert vor ihren persönlich aufg ehübschten Bildschirmen arbeiten oder sich entspannt in der Long Island Summer Lounge auf dem Börsenparkhaus, auf großen Kissen oder Liegestühlen vor dem Hintergrund der Türme lümmeln oder im 53. Stock des Main Towers im Trausaal Ehe schließen. Einige der spektakulären Bilder sind bereits in dem 2007 erschienen Band "Frankfurt Inside" abgebildet, der zur gleichnamigen Ausstellung im Leinwandhaus Frankfurt erschien.

Anna Schnädelbach, Michael Lenarz und Jürgen Steen (Herausgeber): „Frankfurts demokratische Moderne und Leopold Sonnemann. Jude, Verleger, Politiker, Mäzen.“ 330 Seiten, Societäts-Verlag, Frankfurt, 24,80 Euro.

1856 gründete er die Frankfurter Zeitung und er wird als "Nestor der Frankfurter Presse" bezeichnet. Doch das Wirken des Frankfurter Juden, Verlegers, Politikers und Mäzens Leopold Sonnemann (1831 - 1909) ging noch viel weiter. Er kämpfte für eine demokratische Moderne in der Tradition der Frankfurter Paulskirche. Aber auch die Alte Oper, den Palmengarten oder den Frankfurter Hof würde es ohne Sonnemann nicht geben. In dem mit zahlreichen Fotos und Bildern versehenen Band zur Ausstellung über Sonnemann im Historisch en Museum beleuchten verschiedene Autoren die unterschiedlichen Facetten ("Der Jude", "Der Bankier", "Der Verleger", Der "Abgeordnete", "Der Demokrat") dieser Frankfurter Persönlichkeit.

Constanze Kleis: „Gebrauchsanweisung für Frankfurt am Main“, 207 Seiten, Piper Verlag, München, 14,95 Euro.

Warum Frankfurt überhaupt nicht so gefährlich ist, wie es die Kriminalstatistik vermuten lässt, warum "die Frankfurterin" keine Schönheitsoperationen über sich ergehen lassen würde und weibliches Selbstbewusstsein der Stadt im Gemüt hängt, warum es auf dem Friedhof nur zwei Titel - nämlich Herrchen und Frauchen - gibt, warum die Frankfurter Küche darauf hindeutet, dass es die Frankfurter schon immer eilig gehabt haben, oder aber warum Frankfurt beim Suchen und Finden der Liebe den Titel der "Hauptstadt der Vergeblichkeiten" trägt. All dies und noch viel mehr hat Constanze Kleis zwischen Sachsenhausen und Westend, Buchmesse und Bornheim, auf Pflasterstein wie in Shoppingmeilen, Museum, Kneipen oder auch in den Bankentürmen erkundet und mit Witz und Ironie zu einer "Gebrauchsanweisung für Frankfurt am Main" aufgespießt.

Dieter Bartetzko, Christian Freigang u.a.: „Der Frankfurter Domturm: Stadtbild, Geschichte, Restaurierung“, 180 Seiten, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, 19,90 Euro.

Der 95 Meter hohe, elegante Turm des Kaiserdoms St. Bartholomäus ist eines der bedeutendsten Beispiele spätgotischer Baukunst und seit Jahrhunderten das Wahrzeichen der Stadt. Über ein Jahrzehnt lang dauerten umfangreiche Sanierungsarbeiten, die in diesem Herbst abgeschlossen wurden. Der Band informiert mit vielen Abbildungen und Graphiken über die Geschichte des Turms, vor allem aber dokumentiert er die Bauarbeiten von innen und außen, angefangen mit der Schadensaufnahme über denkmalspflegerische Erwägungen und die Arbeit der Gerüstbauer, Restauratoren und Stein metze bis hin zum neuen Beleuchtungskonzept. Ein besonderer Leckerbissen sind die Aufnahmen des Architekturfotografen Uwe Dettmar aus der steinernen Welt der Kreuzblumen und Statuen in luftiger Höhe, die aus dieser Nähe nun lange nicht mehr zu sehen sein werden.
Astrid Biesemeier/Thomas Scheben


Quelle: Stadt FFM

(Redaktion)


 


 

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