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Urteil

Keine doppelte Haushaltsführung für Soldaten im Auslandseinsatz

(bo/ddp.djn). Bundeswehrsoldaten auf Auslandseinsatz können keine Kosten für eine doppelte Haushaltsführung steuerlich geltend machen, wenn der Dienstherr während des Auslandseinsatzes kostenlos die Unterkunft zur Verfügung stellt. Das hat das Finanzgericht Berlin-Brandenburg (AZ: 9 K 9161/07) entschieden.

In dem Fall war ein nicht verheirateter Berufssoldat für vier Monate ununterbrochen im Auslandseinsatz gewesen und hatte neben seiner regulären Besoldung Zuschläge zum Gehalt bekommen. Außerdem wurde ihm von der Bundeswehr am Einsatzort die Unterkunft ohne Berechnung gestellt sowie regelmäßige Verpflegung gegen Zahlung eines Tagessatzes ermöglicht. Zusätzlich machte der Mann in seiner Steuererklärung eine Pauschale für Unterkunftskosten als Werbungskosten im Rahmen der doppelten Haushaltsführung geltend.

 Das Finanzamt erkannte die Kosten nicht an, weil die Unterkunft des Soldaten im Ausland von der Bundeswehr kostenlos zur Verfügung gestellt wurde und er keine eigenen Aufwendungen gehabt habe. Das Finanzgericht sah das bei der anschließenden Klage auch so. Unterkunftskosten können grundsätzlich nicht anerkannt werden, wenn ein Dritter diese Kosten übernimmt und der Steuerpflichtige selbst gar nichts zahlen muss.

(ddp)


 


 

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AZ: 9 K 9161/07

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