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Rechtstipp

Beseitigungskosten bei Hausschwamm sind steuerlich absetzbar

(bo/dapd). In bestimmten Ausnahmefällen können Kosten für das Wohnen im eigenen Haus als außergewöhnliche Belastungen absetzbar sein. Ein solcher Ausnahmefall liegt nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen vor, wenn das Haus mit Hausschwamm befallen ist.

Die Richter sahen in dem Befall mit echtem Hausschwamm eine "private Katastrophe", die mit einem Wohnungsbrand oder einem Überschwemmungsschaden vergleichbar sei. Ein solcher Schicksalsschlag verursacht demnach Kosten, die nicht von den Kosten der allgemeinen Lebensführung erfasst sind und steuerlich berücksichtigt werden müssen.

In dem Fall kam vor allem der Umstand zum Tragen, dass es sich nicht um einen Baumangel handelte und auch ein Verschulden des Eigentümers ausgeschlossen war. Zudem kam auch eine Versicherung gegen die Folgen des Hausschwamms nicht infrage. Damit müssen die Kosten als außergewöhnliche Belastung steuerlich berücksichtigt werden. Der Bundesfinanzhof wird sich jetzt in der Revision (AZ: VI R 70/10) mit dem Fall noch einmal befassen.

(AZ: 12 K 10270/09)

(dapd )


 


 

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