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Helaba FloorResearch FX Daily

Heute richtet sich der Blick zunächst auf die europäischen Datenveröffentlichungen, nachdem zuletzt die Spekulationen über eine kräftige Zinssenkung der EZB im Januar (EZB-Ratssitzung am 15. Januar) wieder zugenommen hatten. EZB-Vize hatte diese Zinssenkungserwartungen jüngst geschürt. Die endgültigen Stimmungsindikatoren der Dienstleistungsbranche dürften denjenigen in die Hände spielen, die eine rasche Fortsetzung des Zinssenkungszyklus befürworten. Abwärts-revisionen gegenüber den vorläufigen Daten sind ins Kalkül zu ziehen. Auch die erste Schätzung der EWU-Inflation für Dezember wird die „EZB-Tauben“ stärken, wenngleich diese vor allem durch den stark gefallenen Ölpreis dominiert wird. Gegenüber der Konsensschätzung einer Jahres-rate von 1,8 % nach 2,1 % im November sehen wir das Potenzial eines deutlicheren Inflations-rückgangs.

In den USA überwiegen die negativen Nachrichten. So deutet der Rückgang der Bestellungen langlebiger Güter auch ein Minus bei den Auftragseingängen der gesamten US-Industrie an. Dass die Konsensschätzung eines Minus von 2,3 % gegenüber dem Vormonat noch unterschritten wird, glauben wir indes nicht. Auch der ISM-Index des Servicesektors wird unseres Erachtens keinen Anlass geben, dass konjunkturelle Bild zu überdenken. Ein leichter Rückgang wird erwar-tet. Ebenfalls schwächer als im Vormonat werden die schwebenden Hausverkäufe prognostiziert und zeigen damit an, dass der seit drei Jahren in der Rezession steckende US-Immobilienmarkt die Trendwende noch immer nicht geschafft hat.
Wenige Neuigkeiten sollte das Sitzungsprotokoll der Fed beinhalten. Das FOMC hatte Mitte Dezember beschlossen, den Leitzins für eine längere Periode in einem Band zwischen 0 und 0,25 % halten zu wollen. Zudem beschreitet die US-Notenbank den Weg der mengenmäßigen Lockerung, den sie in diesem Jahr fortsetzen wird, bis die deflationären Gefahren gebannt sind.
EUR-USD: Die wieder aufgekommene Zinssenkungsdiskussion bezüglich der EZB sowie das in Aussicht gestellte Konjunkturpaket des designierten US-Präsidenten Obama im Volumen von 775 Mrd. USD setzten den Euro unter Druck. Auch auf technischer Basis ist die Gemeinschaftswäh-rung in die Defensive geraten. MACD und Stochastic sind im Verkauf. Der RSI richtet sich gen Süden und so scheint eine fortgesetzte Korrektur der Euro-Rally wahrscheinlich. Das 61,8 %-Retracement des vorweihnachtlichen Höhenflugs liegt bei 1,3240. Eine erste Unterstützung für den Euro sehen wir bei 1,3500. Weitere Haltemarken finden sich bei 1,3440 und 1,3260. Wider-stände zeigen sich bei 1,3665, 1,3700 sowie zwischen 1,3860 und 1,3880. Trading-Range: 1,3440 - 1,3665.%

Helaba Floor Research

(Redaktion)


 


 

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