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• Trichet (EZB): Wirtschaftslage in der Eurozone hat sich deutlich verschlechtert; nun ist es wichtiger denn je, die Inflationserwartungen im Zaum zu halten. • US-Ölpreis aufgrund überraschend hoher US-Lagerbestände gefallen, aktuell 42,7 USD.

Die Negativnachrichten aus der europäischen und deutschen Industrie dürften auch heute nicht abreißen. Zum einen ist in der Eurozone damit zu rechnen, dass das Wirtschaftsvertrauen (Economic Sentiment) für den Monat Dezember ein weiteres Mal nachgibt. Die nationalen Geschäftsklimaindikatoren,
wie ifo- und INSEE-Index, deuten dies ebenso an wie die Einkaufsmanagerindizes des Verarbeitenden Gewerbes. Der Rückgang beim Economic Sentiment, das seit Mai 2007 kontinuierlich gesunken ist (mit einer Ausnahme im Mai 2008), dürfte im Rahmen der Konsensschätzung
(71,8 nach 74,9) liegen. Zum anderen werden in Deutschland die Auftragseingänge der Industrie veröffentlicht. Der schwache ifo-Index signalisiert eine weitere Verschlechterung der Auftragslage im November. Bereits im Vormonat lagen die Bestellungen 17,3 % unter dem Vorjahreswert.
Der Abschwung ist damit in vollem Gange.
In Großbritannien sind die wirtschaftlichen Eckdaten ebenfalls als schlecht zu bezeichnen. Der Einbruch der Immobilienpreise und Stimmungsindikatoren setzte sich zuletzt fort, und so wird es wenig überraschen, dass die Bank of England heute erneut den Leitzins (Base Rate) senken wird.
Die von Bloomberg befragten Volkswirte erwarten im Mittel eine Reduktion um 50 Basispunkte auf 1,50 %. Die Geldmarktkurve eskomptiert dagegen eine kräftigere Senkung der Base Rate, was in Anbetracht der desolaten wirtschaftlichen Situation nicht auszuschließen ist. Im Verlauf des
ersten Quartals dürfte das Zinsniveau weiter gesenkt werden und ein Rutsch unter die 1,0 %-Marke ist möglich, unabhängig davon, dass die Geldpolitik in Großbritannien bereits sehr expansiv ist und das monetäre Umfeld auch durch die Kursverluste des Pfunds unterstützend wirkt.
EUR-GBP: Die Dezember-Rally führte den Euro im Hoch bis auf knapp 0,98 GBP. Damit war die Parität zum Greifen nah. Mit Beginn des neuen Jahres hat sich der Euro aber abgeschwächt.
Allerdings handelt es sich dabei um die Korrektur einer intakten Aufwärtsbewegung. Wir gehen davon aus, dass die Schwächetendenz des Euros nachlässt, vor allem dann, sollte die Bank of England ihren Leitzins um mehr als 50 Basispunkte senken. Unterstützung findet der Euro um
0,8960. Erste Widerstände lokalisieren wir bei 0,9175, 0,9225 und 0,9305.
EUR-USD: Die Kurse an den Devisenmärkten unterliegen hohen Schwankungen. So gab der Euro in den ersten Handelstagen des neuen Jahres etwa 8 US-Cents ab. Inzwischen hat sich die Gemeinschaftswährung
wieder deutlich erholt. Von technischer Seite dominieren aber die Risiken:
MACD und Stochastic richten sich unterhalb ihrer jeweiligen Signallinien gen Süden, ohne dass sich eine überverkaufte Marktlage abzeichnet. Unterstützungen zeigen sich bei 1,3650 und 1,3430,
Widerstände sind bei 1,3785, 1,3965 und 1,4000 anzutreffen. Trading-Range: 1,3500 - 1,3785.%

(Redaktion)


 


 

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