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Prozess

Mutmaßlicher Helfer der «Sauerland-Gruppe» geständig

(bo/ddp-hes). Mit einem umfassenden Geständnis des Angeklagten hat am Mittwoch vor dem Frankfurter Oberlandesgericht (OLG) die Hauptverhandlung gegen einen mutmaßlichen Helfer der «Sauerland-Gruppe» begonnen.

Der 24-jährige Kadir T. gab an, im Auftrag eines Mitglieds der «Sauerland-Gruppe« Ausrüstungsgegenstände für die Terrororganisation Islamische Dschihad-Union (IJU) besorgt zu haben. Die Bundesanwaltschaft wirft T. die Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Ausland und einen Verstoß gegen das Außenwirtschaftsgesetz vor.

Der in Neu-Isenburg lebende T. schilderte, im Juni 2007 eine Videokamera und ein Nachtsichtgerät gekauft zu haben. Darum gebeten habe ihn der führende Kopf der »Sauerland-Gruppe«, Adem Y., der die Geräte über Boten an Mitglieder der IJU im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet schickte. Der Verwendungszweck der Geräte »an der Front« sei ihm bewusst gewesen, sagte T. Kennengelernt hatten sich der Angeklagte und Y. in Langen, wo sie gemeinsam aufwuchsen.

T. war Ende August vergangenen Jahres in der Nähe von Frankfurt festgenommen worden. Er soll sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Weg in ein IJU-Ausbildungslager im Norden Pakistans befunden haben. Für die Hauptverhandlung hat das OLG insgesamt drei Verhandlungstage angesetzt, ein Urteil wird für den 28. Januar erwartet.

Im Oktober vergangenen Jahres hatte das OLG Frankfurt bereits zwei Helfer der »Sauerland-Gruppe« zu teils mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Der 28-jährige Omid S. war zu zwei Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt worden, der gleichaltrige Hüseyin Ö. zu einem Jahr und zwei Monaten. Beide beschafften für die IJU unter anderem Nachtsichtgeräte und Zielfernrohre.

Der «Sauerland-Prozess» wird derzeit vor dem OLG Düsseldorf verhandelt. Die vier Angeklagten Männer im Alter von 24 bis 31 Jahren, darunter Y., haben gestanden, 2007 im Namen der IJU Sprengstoffanschläge in Deutschland geplant zu haben. Dazu hatten sich drei der vier Männer in ein Ferienhaus im Sauerland zurückgezogen. Ein Urteil des OLG Düsseldorf könnte Ende März fallen.

(ddp)


 


 

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