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Senioren

Umbauen statt Umziehen

Die altersgerechte Gestaltung des Eigenheims ist meist eine lohnenswerte Investition für das Senioren-Dasein. Detaillierte Beratung und Projektplanung ersparen Ärger und Frustration bei allen Beteiligten. Unter bestimmten Bedingungen baut der Staat finanziell mit durch verbilligte Förderdarlehen.

Die Deutschen werden immer älter. Die medizinische Versorgung und ein gesundheitsbewussteres Leben machen das möglich. Nach Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung, die auch die Bundesregierung nutzt, wird die Zahl der Menschen über 65 von heutzutage 16,7 Milli­onen innerhalb von 30 Jahren auf  23,7 Millionen  steigen. Die meisten angehenden Senioren haben eine klare Vorstellung, wo sie im Alter wohnen wollen: Daheim in vertrauter Umgebung, möglichst in der eigenen Immobilie und möglichst lange selbständig, ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Altersgerechte Umbauten helfen bei der Erfüllung dieses Wunsches.

Mit zunehmendem Alter wird die Wohnung im­mer mehr zum Lebensmittelpunkt. Zugleich nehmen die körperlichen Einschränkungen zu und der Alltag wird beschwerlicher. Dann machen Schwellen, Stufen und andere Stolperfallen, enge Türen, steile Treppen und zu kleine oder falsch konzipierte Badezimmer einem im wahrsten Wortsinn das Leben schwer. Hendrikje Schön vom Bad Nauheimer Architekturbüro Ludorf + Schön + Weißbrod kennt diese Probleme aus dem Effeff und sagt: „Oft bleibt in solchen Fällen nur der Umzug in ein Alten- oder Pflegeheim.“ Doch das müsse nicht sein, wenn frühzeitig und vorausschauend geplant werde. Ihr Motto lautet: Altersgerechter Umbau statt Umzug. Dass eine solche Investitionsentscheidung vielen Menschen nicht leicht fällt, ist der Diplom-Architektin klar. Sie setzt deshalb nicht nur auf Unterstützung während der Bauarbeiten, sondern auch auf die psychologische Betreuung vor Beginn der Umbauten.

Hendrikje Schön berichtet aus dem Alltag ihrer Arbeit: „Hört man sich die Wünsche der Leute in Ruhe an und denkt sich in deren Situation hinein, bringen oftmals erstaunlich simple Ideen den erhofften Erfolg. Einerseits können wir diese Dinge mit Abstand und der nötigen Objektivität betrachten, andererseits aber auch durch unsere Erfahrungen den Leuten die Angst vor Unwägbarkeiten nehmen, denn schließlich gehen wir tagtäglich damit um. Wir schauen uns an, wie unsere Kunden derzeit leben und machen Vorschläge, wie ihr Leben in Zukunft aussehen könnte.“ Dafür müssen die unterschiedlichsten Fragen erörtert werden. Zum Beispiel ob das Schlafzimmer vom Ober- ins Untergeschoss verlagert werden kann. Oder ob in die Dusche ein Klappsitz eingebaut werden soll. Oder ob es erwünscht ist, den freien Platz im Obergeschoss nach dem Auszug der Kinder in eine separate Wohneinheit umzugestalten, damit die Rente durch eine monatliche Mieteinnahme aufgebessert werden kann.

Fällt die Entscheidung für ein Projekt zum altersgerechten Umbau, muss es gut organisiert werden. Handwerker sind auszuwählen und deren Einsätze müssen zeitlich koordiniert werden. Hendrikje Schön empfiehlt eine intensive Beratung mit Experten vor Beginn des Umbaus. Sie sagt: „Die exakte Planung des Projekts mit einer Analyse der Machbarkeit, der Kosten und der benötigten Umbauzeit soll die Reibungsverluste minimieren. Das erspart Ärger und Frustration für alle Beteiligten.“

Letztlich ist eine Umgestaltung aber auch eine Geldfrage. Es ist wichtig zu wissen, dass der Staat unter bestimmten Bedingungen solche Umbauten unterstützt. Die finanzielle Förderung für sogenannte barrierereduzierende Baumaßnahmen wurde Anfang des Jahres von der KfW Förderbank übernommen, denn das Programm des Bundesministeriums für Verkehr, Bauwesen und Stadtentwicklung unter dem Titel „Altersgerecht Umbauen“ war bis Ende 2011 befristet. Das KfW- Darlehen umfasst 100 Prozent der förderfähigen Kosten, einen attraktiven, weil verbilligten Zinssatz; es ist begrenzt auf maximal 50 000 Euro pro Wohneinheit. Wichtig ist zudem: Der Antrag ist bei der Hausbank zu stellen, und zwar bevor mit dem Umbau begonnen wird.

(MediaMarketing Diekmann)


 


 

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