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Zunahme an Herzinfarkten

Trotz Zunahme an Herzinfarkten in Hessen sinkt Anzahl der Rückfälle

Immer mehr Hessen erleiden einen Herzinfarkt, dies teilt die Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen mit. Mehr als 15.000 Patienten wurden im Jahr 2009 in hessischen Krankenhäusern behandelt, im Jahr 2001 betrug die Anzahl der Herzinfarkte noch rund 10.700 – eine Zunahme um 40 Prozent. Gleichzeitig sinkt die Anzahl von Betroffenen, die erneut wegen eines Herzinfarkts behandelt werden mussten.

Im Jahr 2001 traten hessenweit 220 Infarkte wiederholt auf, 2009 wurden nur noch 45 erneute Erkrankungen gezählt: "Die Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, die einen weiteren Herzinfarkt verhindern sollen, wurden in den vergangenen Jahren immer weiter verbessert und zeigen jetzt ihre positive Wirkung", erklärt Dr. Helga Christoffel vom TK-Ärztezentrum. "Außerdem befassen sich viele Patienten mit den Risikofaktoren, wenn sie einen Infarkt hatten, und hören zum Beispiel mit dem Rauchen auf", so die Ärztin.

Wer einen Herzinfarkt erleidet, sollte unverzüglich den Rettungsdienst verständigen. Jede Minute zählt – je schneller das verschlossene Gefäß wieder geöffnet wird, desto besser sind die Heilungschancen. Die besten Ergebnisse erzielt eine Behandlung, die innerhalb von drei Stunden beginnt. "Um einen Herzinfarkt zu erkennen, ist es wichtig, die Symptome zu kennen", sagt TK-Ärztin Christoffel. "Ein plötzlich auftretender, anhaltender, starker Schmerz hinter dem Brustbein oder im vorderen linken Brustbereich, der auch in den linken Arm, in Oberbauch, Rücken oder Kiefer ausstrahlen kann, ist ein deutliches Zeichen. Außerdem gehören Beklemmungs- und Angstgefühle sowie schwere Atemnot und starke Schwindelgefühle zu den möglichen Symptomen", erklärt Dr. Christoffel. Die Schmerzsymptome können jedoch variieren. Manchmal tritt nur ein Druck- oder Engegefühl hinter dem Brustbein auf.

Bei Frauen äußert sich der Herzinfarkt häufig anders als bei Männern: Statt über die typischen Brustschmerzen klagen Betroffene dann eher über eine plötzliche Schwäche und Atemnot, gelegentlich auch über Schmerzen im Oberbauch, die dann häufig als Magenschmerzen gedeutet werden.

Bei einem Herzinfarkt stirbt ein Teil des Herzmuskels ab, da die Durchblutung gestört ist. Wird ein Herzkranzgefäß durch ein Blutgerinnsel verstopft, kann das Blut nicht mehr zirkulieren und die Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen ist unterbrochen. Die häufigste Ursache für einen Herzinfarkt ist eine Gefäßverkalkung, die durch bestimmte Faktoren beeinflusst wird. Zu den Hauptrisikofaktoren für Herzinfarkte gehören das Alter, Nikotinkonsum, Diabetes mellitus, Bluthochdruck sowie eine genetische Veranlagung. Auch eine fettreiche Ernährung, die zu Übergewicht und hohen Cholesterinwerten führt, sowie Bewegungsmangel erhöhen das Risiko.

Eine gesunde, fettarme Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse hilft dabei, einem Herzinfarkt vorzubeugen. Wer übergewichtig ist, sollte versuchen, das Körpergewicht zu reduzieren und Raucher sollten ihre Sucht unbedingt aufgeben. Besonders wichtig ist Bewegung im Alltag – Sport ist optimal, aber bereits ein täglicher Spaziergang ist ein Anfang. Diabetes, hoher Blutdruck oder erhöhte Blutcholesterinwerte müssen unbedingt behandelt werden, um das Herzinfarktrisiko zu senken.

(Techniker Krankenkassen (TK))


 


 

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