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Mehrheit für Rot-Grün in Hessen

(bo/dapd-hes). Einer aktuellen Umfrage zufolge könnten SPD und Grüne in Hessen derzeit mit einer absoluten Mehrheit rechnen. Würde in Hessen jetzt ein neuer Landtag gewählt, verlören die seit 2009 in Wiesbaden regierenden Parteien CDU und FDP deutlich.

Das ergab eine Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und des Radiosenders FFH. Nach dieser müsste die FDP gar um den Einzug ins Parlament bangen. Die hessische CDU und FDP machten den negativen Bundestrend für die schlechten Umfrageergebnisse im Land verantwortlich. SPD-Generalsekretär Michael Roth sieht darin indes eine Antwort der Wähler auf "Skandale, Ideenlosigkeit, Pleiten, Pech und Pannen" der Landesregierung. Die Grünen betonten, angesichts der guten Umfragen dennoch nicht "übermütig" werden zu wollen.

Laut "FAZ"-Bericht (Samstagausgabe) liegt die CDU von Ministerpräsident Volker Bouffier im Moment bei 32 Prozent. Das sind fünf Prozentpunkte weniger als bei der Landtagswahl im Januar 2009. Die SPD hingegen konnte sich der Umfrage zufolge von 23,7 auf 29 Prozent steigern. Die Grünen kämen auf 23 Prozent, beim Urnengang im vergangenen Jahr holten sie 13,7 Prozent.

FDP stürzt ab

Die Liberalen stürzen in der Umfrage von ihrem Wahlergebnis von 16,2 auf 5 Prozent ab. Die Linke liegt bei 4 Prozent, 5,4 Prozent hatte sie bei der vergangenen Wahl geholt.

Bei den Sympathiewerten liegt der amtierende Ministerpräsident Bouffier mit 37 Prozent vor SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel mit 32 Prozent. Den Angaben zufolge befragte die Forschungsgruppe Wahlen vom 8. bis zum 11. November 1002 hessische Bürger.

Bundestrend beeinflusst Umfrage

CDU-Generalsekretär Peter Beuth räumte ein, dass die "Querelen" der schwarz-gelben Bundesregierung nicht gut für Hessen gewesen seien. "Qbwohl hier CDU und FDP vorbildlich zusammenarbeiten", fügte Beuth hinzu. Er forderte seine Partei auf, künftig ein besseres Bild in der Öffentlichkeit zu zeigen. "Dafür bietet der kommende Bundesparteitag eine gute Gelegenheit", sagte Beuth. Auch FDP-Landeschef Jörg-Uwe Hahn betonte: "Die Umfragewerte haben nichts mit der Politik der Landesregierung zu tun, sondern sind Zeugnis für die Regierungsparteien in Berlin."

Die Oppositionsparteien SPD und Grüne freuen sich naturgemäß über die guten Umfragewerte. Für die SPD sei klar, dass Schwarz-Gelb in Hessen bereits anderthalb Jahre nach der vergangenen Landtagswahl ihre Mehrheit eindeutig verloren hätte. "Skandalministerpräsident Bouffier und seine ausgelaugte Regierungsmannschaft verheißen keinen Aufbruch und haben keine Antworten zur Lösung gesellschaftlicher Probleme", sagte SPD-Generalsekretär Michael Roth.

Eine Einschätzung, die die Grünen teilten. Der Geschäftsführer der Partei, Kai Klose, bewertete den Wechsel von Roland Koch zum jetzigen Landeschef Bouffier als "Fehlstart der Landesregierung". Als Ursache für die guten Umfrageergebnisse der Grünen macht Klose auch den positiven Bundestrend aus. Er kündigte an, dass seine Partei nun aber nicht "übermütig" werde, sondern "an der Sache orientierte Politik konsequent" fortsetze.

(dapd )


 


 

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