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Hessen-SPD schließt große Koalition nicht aus

(bo/ddp-hes). In der hessischen SPD gibt es nach der gescheiterten Regierungsübernahme ernsthafte Überlegungen, doch noch mit der CDU über die Bildung einer großen Koalition zu sprechen. Der stellvertretende Vorsitzende des SPD-Bezirks Hessen-Nord, Norbert Schüren, sagte der «Süddeutschen Zeitung» (Donnerstagausgabe), die große Koalition sei zwar «nicht wahrscheinlich, aber als Notwehrreaktion nach dem Verrat denkbar». Schüren gehört zum linken Flügel der Landespartei.

Die große Koalition «wäre der Versuch, dem Land eine stabile
Mehrheit zu geben und der SPD eine Reißleine zuzuwerfen», sagte er.
«Die Alternativen wären eine Regierung, die gegen uns gebildet wird,
oder eine Neuwahl, nach der die SPD sicherlich nicht die
Alleinherrschaft übernehmen würde.»

Der stellvertretende Vorsitzende der südhessichen SPD, Thorsten
Schäfer-Gümbel, sagte dem Berliner «Tagesspiegel» (Donnerstagausgabe)
mit Blick auf eine große Koalition: «In unserer jetzigen Situation
sollte man gar nichts ausschließen, sondern alle denkbaren Optionen
in den nächsten 48 Stunden durchdeklinieren.» Die Landespartei stehe
«vor der Wahl zweier Übel», sagte Gümbel. «Und egal, wie wir uns
entscheiden, wird es schwierig.»

Auch der südhessische SPD-Chef Gernot Grumbach bestätigte der
Zeitung, dass keine Option ausgeschlossen werde. «Wir werden in
unseren Gremien in Ruhe überlegen, welcher Weg wohin führt.»

(rheinmain)


 


 

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