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Reaktion Hessenmetall

Hessische Tarifvertragsparteien kündigen Übernahme des Abschlusses aus Baden-Württemberg an

(bo/ddp-hes). Der IG-Metall-Bezirk Frankfurt und der Arbeitgeberverband Hessenmetall wollen die baden-württembergische Tarifeinigung übernehmen. Beide Tarifvertragsparteien begrüßten am Mittwoch in Frankfurt am Main die in Sindelfingen geschlossene Vereinbarung.

IG-Metall-Bezirksleiter Armin Schild sagte vor einer Sitzung der Tarifkommission in Mörfelden-Walldorf bei Frankfurt, es sei «ein Ergebnis, das die IG Metall mit gutem Gewissen unterzeichnen kann». Ein Sprecher des Arbeitgeberverbandes Hessenmetall sprach auf ddp-Anfrage «von einem ausgesprochen flexiblen Tarifvertrag», den man übernehmen wolle.

Bereits am Montag (17. November) wollen sich die Vertreter der Tarifvertragsparteien für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen in Darmstadt treffen, um über eine Übernahme des baden-württembergischen Abschlusses zu verhandeln, teilte der Hessenmetall-Sprecher weiter mit.

IG-Metall-Bezirksleiter Schild sagte, er werde der Tarifkommissionen empfehlen, das Ergebnis aus Sindelfingen für die rund 430 000 Beschäftigten der Branche möglichst schnell zu übernehmen.

Der Sprecher von Hessenmetall hob die flexible Komponente der Einigung hervor. Mitgliedsunternehmen, die vom Abschwung hart getroffen würden, könnten einer Schieflage durch die Verschiebung der Lohnerhöhung   gegensteuern. Außerdem zeigte er sich erfreut, dass ein Arbeitskampf abgewendet werden konnte.

Die Tarifparteien hatten sich am Mittwoch in Sindelfingen darauf geeinigt, dass die Beschäftigten der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie ab Februar kommenden Jahres 2,1 Prozent mehr Lohn und ab Mai in einer zweiten Stufe nochmals 2,1 Prozent mehr Lohn erhalten. Die zweite Stufe kann betrieblich um bis zu sieben Monate verschoben werden.

Der Kompromiss umfasst außerdem eine Einmalzahlung in Höhe von 510 Euro für die Monate November 2008 bis Januar 2009 sowie eine weitere Einmalzahlung für Mai bis Dezember 2009 von je 0,4 Prozent eines Monatsentgeltes. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 18 Monate bis April 2010.

(Redaktion)


 


 

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