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Arbeitsplatzabbau

Kasseler Oberbürgermeister Hilgen warnt Telekom

(bo/dapd-hes). Der Kasseler Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) hat die Telekom vor dem geplanten Arbeitsplatzabbau in der nordhessischen Stadt gewarnt.

In Schreiben an Firmenchef Rene Obermann und den hessischen Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) bezog sich Hilgen auf die drohende Verlagerung des Kasseler Geschäftskundenbereichs nach Hannover. Nach Schließung des Call-Centers im Jahr 2009 wolle der Konzern damit jetzt etwa 85 weitere Arbeitsplätze in Kassel abbauen. "Diese Zentralisierung von Standorten trifft die Beschäftigten hart", schrieb das Stadtoberhaupt.

So hätten seinerzeit bei der Verlagerung des Call-Centers von Kassel nach Fulda rund 100 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verloren, weil für sie ein Umzug oder tägliches Pendeln nicht in Frage kamen. Dieser Effekt werde auch bei einer Verlagerung des Geschäftskundenbereichs nach Hannover eintreten. Zudem gehe mit dem Abbau der Dienstleistung und der Arbeitsplätze in Kassel auch die gebotene Kundennähe verloren, argumentierte Hilgen weiter. Der aufstrebende Wirtschaftsstandort Kassel brauche vor Ort funktionsfähige Einrichtungen der Deutschen Telekom, damit die Unternehmen von einer modernen Kommunikationsinfrastruktur profitieren könnten.

Seit 1995 seien allein aus Kassel rund 2.100 Telekom-Arbeitsplätze in die Ballungsräume verlagert worden. Der Kasseler Oberbürgermeister forderte deshalb Wirtschaftsminister Posch auf, das Konzept der Deutschen Telekom abzulehnen.

(dapd )


 


 

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