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Marktkommentar Aktien

Euro gerät unter Druck

Die US-Börsen gingen am Dienstag mit Kursgewinnen aus dem Handel. Ursachen dafür gab es gleich mehrere. Zum einen wurden die gestern vorgelegten Quartalsergebnisse überwiegend positiv beurteilt, andererseits wirkte der Wahlausgang in Massachusetts (der Republikaner Brown gewann was der Opposition eine Sperrminorität sichert) stimulierend auf den Health Care-Sektor (+ 2,1 %).

Die Hoffnung ist, dass damit die von Präsident Obama geplante Gesundheitsreform verzögert werden kann. Im Fokus standen erneut einige Quartalsberichte. Nach anfänglichen Verlust en drehte die Aktie der Citigroup in die Pluszone. Zuvor hatte die Bank einen Verlust in Q4 in Höhe von 7,6 Mrd. $ bekannt gegeben. Letztendlich zeigte man sich am Markt erleichtert darüber, dass die Zahlen nicht noch schlechter ausfielen. Andere Bankaktien schafften den Sprung in positives Terrain teilweise nicht. Nach Börsenschluss hat IBM Zahlen veröffentlicht. Diese fielen unerwartet gut aus. Der Gewinn im 4. Quartal betrug 4,8 Mrd. $ oder 3,59 $ je Aktie. Im Konsens war man von 3,47 $ ausgegangen. Dennoch verlor die Aktie leicht. Heute setzt sich die Berichtssaison weiter fort. U.a. stehen Zahlen von Starbucks (EPS-Konsensus 0,27 $ vs. 0,25 $ in den Flüsterschätzungen), Xilinx (EPS-Schätzung 0,37 $) , Bank of America (-0,51 $ vs. – 0,48 $), MNY Mellon (0,52 $ vs. 0,54 $) , eBay (0,40 $), Morgan Stanley (0,41 $) , Northern Trust (0,67 $), State Street (0,99 $ vs. 0,98), U.S. Bancorp (0,29 $) und Wells Fargo (- 0,09 $ vs. 0,02 $) zur Veröffentlichung an.

Darüber hinaus wird die Aufmerksamkeit auf die anstehenden US-Konjunkturdaten, wie die Erzeugerpreise für den Monat Dezember und die Hausbaubeginne/Baugenehmigungen gerichtet sein, wobei letztgenannten ein höheres Gewicht beizumessen ist. Die Erholung des Immobilienmarktes als Voraussetzung für einen nachhaltigen Konjunkturaufschwung geht nur schleppend voran. Bei den heutigen Zahlen dürfte der starke Wintereinbruch im Dezember für Enttäuschungen sorgen. Die jeweiligen Konsensschätzungen erscheinen uns zu optimistisch. Die ebenfalls heute anstehenden Erzeugerpreise dürften nur noch am Rande interessieren, nachdem bereits Ende letzter Woche die Konsumentenpreise veröffentlicht wurden. 

Gestern setzte sich beim Dax zunächst die zuletzt ausgebildete, tertiäre Abwärtsbewegung im frühen Geschäft fort. Negative Vorgaben von den asiatischen Märkten und ein schwächer als erwartet ausgefallener ZEW-Indikator (im Januar 47,2 Zähler nach 50,4 Punkten im Vormonat) hatten zu diesem Zeitpunkt noch auf das Sentiment gedrückt. Mit der Zahlenpräsentation der Citibank am Nachmittag drehte schließlich das Bild. Das Tagestief von 5.849,67 Zählern wurde deutlich hinter sich gelassen. Der folgende „shortsqueeze“ sorgte für Anschlusskäufe was dem Dax schlussendlich ein insgesamt sehr respektables Plus von 0,98 % % auf 5.976,48 Punkte einbrachte. Salzgitter führte die Daxgewinnerliste mit einem Zugewinn in Höhe von 3,77 % an.

Eine Kaufempfehlung war für das Plus verantwortlich. Deutsche Börse folgten mit einem Aufschlag von 2,27 %. Nach Börsenschluss wurde jedoch bekannt, dass der Gewinn der Börse im abgelaufenen Jahr durch schwächere Geschäfte im US-Aktienoptionshandel belastet wurde. Einbußen der US-Tochter ISE machen eine Abschreibung in Höhe von 420 Mio. $ notwendig. Volkswagen Vz. (-1,51 %) waren Inhaber der roten Laterne unter den Daxwerten.

Angesichts der verhaltenen Reaktionen auf das Zahlenwerk von IBM im nachbörslichen US-Handel, wird der Dax heute nahezu unverändert eröffnen. Im weiteren Verlauf ist davon auszugehen, dass sich die Marktteilnehmer bis zum Nachmittag mit Engagements eher zurückhalten werden, denn eine ganze Flut von Daten, sowohl von Unternehmens- als auch Konjunkturseite, stehen zur Veröffentlichung an. Erst dann wird sich zeigen, ob der Markt, nach der kleinen Rally von gestern, über ausreichend Kraft ver-fügt, um kurzfristig noch weiter zu laufen.

Quelle:helaba

(Redaktion)


 


 

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