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Hollein erwartet nach Erweiterung Qualitätssprung für Städelmuseum

(bo/ddp-hes). Der Direktor des Frankfurter Städels, Max Hollein, erwartet durch die bevorstehende Erweiterung des Museums einen «großen Qualitätssprung im Bereich unserer Sammlung». Kurz vor Beginn der Bauarbeiten mit dem ersten Spatenstich am Sonntag (6. September) sagte Hollein im ddp-Interview, ebenso wichtig wie der 30 Millionen Euro teure Bau einer 3000 Quadratmeter großen neuen Ausstellungsfläche sei der Ausbau der Sammlung um rund 850 neue Kunstwerke. Sie würden dem Städel zum Großteil von der Deutschen Bank und der DZ-Bank überlassen und schlössen Lücken im Bestand der Kunst aus den zurückliegenden 60 Jahren. Der Neubau soll 2011 fertig sein.

Das Städel bleibe damit nicht nur bei den Alten Meistern, sondern auch im Bereich der zeitgenössischen Kunst «ein wichtiges Museum in Europa», sagte Hollein. Eine Konkurrenzsituation etwa zum Frankfurter Museum für Moderne Kunst (MMK) ergibt sich für den Städel-Direktor daraus nicht: «Der Bereich der modernen Kunst ist so groß, dass auch zwei Häuser dafür nicht reichen.» Zudem sammelten beide Häuser «aus sehr unterschiedlichen Perspektiven». Im Städel pflege man «die Tradition des Tafelbilds», im MMK hätten auch Installationen und Konzeptkunst ihren Platz.

Die Kosten der Mitte 2010 beginnenden Sanierung des Haupthauses und des spektakulären Neubaus unterhalb des Städel-Gartens taxiert die Museumsleitung auf 40 Millionen Euro. Zur Finanzierung bedürfe es einer «gemeinsamen Kraftanstrengung», betonte Hollein. Die Stadt Frankfurt, verschiedene Stiftungen, Unternehmen und Mäzene hätten bereits 30 Millionen zugesagt. Die restlichen zehn Millionen Euro bringen unter anderem die Bürger auf, hofft Hollein. «Wir wollen zeigen, dass es sich lohnt, für diese kulturelle Einrichtung einzutreten, dass die Stadt ärmer wäre ohne Städel.»

«Großartig» finde er, dass eine Bäckerei «Städel-Brot» backe, Bars «Städel-Cocktails» servierten und der Fußballverein Eintracht Frankfurt für die Städel-Erweiterung werbe, sagte Hollein. Beim «Spatenstichfest» am Sonntag würden erstmals die gelben Gummistiefel verkauft, mit deren Erwerb jeder die Städel-Erweiterung unterstützen und «symbolisch mit anpacken» könne.

(Redaktion)


 


 

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