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  • 27.11.2008, 12:55 Uhr
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  • Frankfurt am Main
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Geistiges Eigentum schützen

Ideentresor für IHK-Mitglieder ab sofort kostenfrei

Produktpiraterie im Bereich kreativer Konzepte nimmt bedenklich zu. Dies ist das Ergebnis einer Online-Umfrage der IHK Frankfurt am Main. Drei von vier Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet haben schon unmittelbar an Diebstahl ihres geistigen Eigentums durch Wettbewerber oder Auftraggeber gelitten. 243 Unternehmen der Informationswirtschaft haben sich an der Befragung beteiligt. Dabei bewerten drei Viertel aller Befragten kreative Konzepte und Ideen als sehr bedeutend für ihren Geschäftserfolg. Laut der Umfrage fordert jedes Dritte Unternehmen schärfere Gesetze zum Schutz geistigen Eigentums.

Die IHK Frankfurt hat vor dem Hintergrund derartiger Forderungen von Medienfirmen und anderen Kreativen den „IHK Kodex zum Umgang mit kreativen Dienstleistungen“ verabschiedet. Der Kodex gibt Handlungshinweise für den Umgang mit geistigem Eigentum und wird den Mitgliedsunternehmen zur Beachtung empfohlen. „Vertreter aller Branchen ziehen mit dieser Ehrenerklärung an einem Strang, um die Lücken im Urheberschutz von Konzepten aufzufangen“, kommentiert IHK-Vizepräsidentin Ulrike Gehring.

Eine konkrete Möglichkeit zum Schutz von kreativen Leistungen ist der so genannte Ideentresor. Der Kommunikationsverband e.V. bietet damit eine Hinterlegungsstelle für Ideen und Entwürfe an. Diese ermöglicht es, im Falle von Streitigkeiten einen Nachweis zu erbringen, wann welche Idee und welches Konzept von wem erdacht und erstellt wurden.

Die IHK Frankfurt übernimmt für ihre Mitglieder die Kosten für die Hinterlegung einer Idee im Ideentresor des Kommunikationsverbands, um die Kreativwirtschaft der Region zu unterstützten. „Wir wollen den Kreativen sofort ein Werkzeug an die Hand geben, welches ihr geistiges Eigentum schützt. Neben dieser konkreten Hilfe werden wir uns weiterhin für eine Gesetzesänderung einsetzen, die den Konzeptschutz stärkt“, so Gehring.

Der steigende wirtschaftliche Druck führte in den vergangenen Jahren zu einer Zunahme von Plagiaten. „Um sich vor Plagiarismus zu schützen, bleibt dem Urheber einer Idee nur der Weg der Hinterlegung, bei dem das in Frage kommende Konzept registriert und der Eingang schriftlich bestätigt wird“, so Benedikt Graf von Westphalen, Vizepräsident des Kommunikationsverbandes e.V.

(rheinmain)


 


 

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1 Kommentar

von PriorMart.com
16.12.08 11:31 Uhr
Gut, aber nicht gut genug.

1. Immer mehr kreative Werke werden digital erstellt, müssen dann aber in Papierform hinterlegt werden. Das führt zu Informationsverlust.
2. Werden digitale Werke hinterlegt, hilft dieser Beweis nur so lange, wie der Datenträger lesbar ist. Das ist besonders bei CDs/DVDs nicht sehr lange.
3. Die internationale Anerkenntnis eines deutschen Verbandes ist nicht klar. Die Anerkenntnis der Urkunden deutscher Notare im Ausland ist dagegen klar geregelt.

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