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IfW will neue Einstellungsgutscheine für Langzeitarbeitslose

(bo/ddp.djn). Wissenschaftler des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) wollen den Arbeitsmarkt mit Einstellungsgutscheinen für Langzeitarbeitslose in Schwung bringen. Das berichtet die Tageszeitung «Die Welt» (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf ein noch unveröffentlichtes Papier des Instituts. Die Langzeitarbeitslosigkeit sei das entscheidende Problem in Deutschland, sagte IfW-Chef Dennis Snower der Zeitung. Derzeit sind in Deutschland nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) rund 29 Prozent aller Jobsuchenden langzeitarbeitslos.

Snower schlägt zusammen mit seinen Kollegen Alfred Boss, Alessio Brown und Christian Merkl vor, den Lohn eines jeden Jobsuchenden zu subventionieren, der länger als zwölf Monate arbeitslos war und dann eine neue Arbeit findet. Zwar gebe es bereits so genannte Einstellungszuschüsse, bei denen für einen Zeitraum maximal bis zu 50 Prozent des Lohnes eines Langzeitarbeitslosen übernommen werden. Die Zuschüsse seien zwar grundsätzlich positiv zu bewerten, allerdings seien sie nicht abhängig von der Dauer der Arbeitslosigkeit und dem Qualifikationsgrad des Langzeitarbeitslosen. Das führe zu starken Mitnahmeeffekten, heiße es in dem Papier.

Dies wollen die IfW-Forscher ändern: Ist jemand etwa länger als 40 Monate arbeitslos, übernehme der Staat am Beginn seiner Tätigkeit bis zu 52,8 Prozent des Lohnes. Bei einem Jahreseinkommen von 26 000 Euro wären dies fast 1200 Euro monatlich. Ist er kürzer arbeitslos, fällt die Hilfe geringer aus. Nach 18 Monaten falle dann die Subvention auf Null. Die Höhe soll zudem vom Einkommen abhängen: So hätten Langzeitarbeitslose, die eine neue Stelle finden, ab rund 35 000 Euro Jahresgehalt keinen Subventionsanspruch mehr.

Die Wissenschaftler glaubten, dass sich die Gutscheine selbst finanzieren, indem die gestiegene Beschäftigung die Zahlungen für Arbeitslosenunterstützung reduziere und die Steuereinnahmen erhöhe. So sei etwa für einen Langzeitarbeitslosen, der einen neuen Job findet und 26 000 Euro verdient, bereits eine durchschnittliche Subventionierung über den gesamten Förderzeitraum hinweg von 16,9 Prozent selbstfinanzierend. Bei einem Einkommen von 30 022 Euro reichten 8,4 Prozent Förderung.

(Redaktion)


 


 

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