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Krisenbewältigung

IG-Metall-Chef Huber fordert einschneidende Finanzmarkt-Regulierung

(bo/ddp.djn). Als Lehre aus der weltweiten Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise fordert die IG Metall einschneidende Maßnahmen, um die Deregulierung der Finanzmärkte wieder zurückzudrehen. Der Vorsitzende von Deutschland größter Gewerkschaft, Berthold Huber, sagte der «Berliner Zeitung» (Dienstagausgabe), man könne «nicht schon so tun, als sei die Normalität wieder hergestellt nach dem Motto: Nach der Krise ist gleich vor der Krise».

Ein Jahr nach der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers forderte Huber eine weltweit geltende Steuer auf Finanzgeschäfte: «Es müsste eine Börsenumsatzsteuer geben, damit die wild um den Globus geisternden Finanzströme gebändigt werden.» Es müsse für Transparenz an den Börsen und Finanzmärkten gesorgt werden. Der Gewerkschaftschef sprach sich für einen Katalog aus, «welche Transaktionen und Finanzprodukte erlaubt sind und welche nicht».

 Außerdem sollte nach Auffassung Hubers das Aktienrecht geändert werden. «Es darf nicht mehr allein der Gewinn und die Wertsteigerung für die Aktionäre im Vordergrund stehen. Das Handeln von Vorstand und Aufsichtsrat muss ebenso stark auf das Wohl der Arbeitnehmer und der Allgemeinheit ausgerichtet werden», betonte er.

Huber beklagte, dass die Steuerzahler bislang weitgehend die Folgen der Krise bezahlt hätten, indem mit Milliarden-Geldern die Banken gestützt werden mussten. «Jetzt müssen auch die herangezogen werden, die an der Krise verdient haben», sagte Huber: «Die müssen an den Lasten der Krise beteiligt werden. Es wäre dringend notwendig, die Spitzensteuersätze für Großverdiener zu erhöhen.»

(Redaktion)


 


 

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