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Tarifvertrag

IG Metall fordert acht Prozent mehr Geld

(bo/ddp-hes). Die IG Metall will für die rund 3,6 Millionen Beschäftigten in der deutschen Metall- und Elektroindustrie acht Prozent mehr Geld und geht damit mit der höchsten Forderung seit 16 Jahren in die bevorstehenden Tarifverhandlungen. Das beschloss der Vorstand der Gewerkschaft am Dienstag in einer außerordentlichen Sitzung in Frankfurt am Main und bestätigte damit die Anträge der regionalen Tarifkommissionen. Die Laufzeit soll zwölf Monate betragen.

«In der Metallindustrie sind die Gewinne explodiert, Deutschland
ist seit vielen Jahren Exportweltmeister, die Umsatzrenditen sind die
höchsten seit den 60er Jahren und noch nie wurde gemessen am Umsatz
so wenig für Löhne und Gehälter aufgewendet», begründete
IG-Metall-Chef Berthold Huber die Forderung. «Jetzt sind wir dran»,
betonte er. Es sei die Zeit gekommen, dass die Menschen für diese
gewaltige Arbeitsleistung die Anerkennung erfahren, die ihnen
zustehe.

Aus den niedrigeren Konjunkturprognosen dürfe man nicht den
falschen Schluss ziehen, warnte Huber. Die IG Metall gehe davon aus,
dass sich das Wachstum zwar abschwächen, die Produktion in der
Metall- und Elektroindustrie sich aber auch im Jahr 2009 auf hohem
Niveau bewegen werde. Huber warf den Arbeitgebern vor, die gesunkenen
konjunkturellen Erwartungen dazu zu nutzen, um die Arbeitnehmer zu
verunsichern. «Statt Achtung und Anerkennung zu bezeugen, säen die
Arbeitgeber Furcht und Angst um die Arbeitsplätze», beklagte Huber.

Scharfe Kritik an der Forderung kam vom Verband Deutscher
Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). «Die IG-Metall-Spitze nimmt
offenkundig nicht wahr, was in dieser Welt vor sich geht», beklagte
VDMA-Hauptgeschäftsführer Hannes Hesse. Er wies auf zum Teil stark
zurückgehende Aufträge, steigende Rohstoffkosten und die schwere
Finanzkrise.

Die regional geführten Tarifverhandlungen beginnen am 2. Oktober
zuerst in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Die
Friedenspflicht endet mit dem Auslaufen der Tarifverträge am 31.
Oktober.

(rheinmain)


 


 

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