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Bevorstehende Tarifrunde

IG Metall in Hessen fordert acht Prozent mehr Lohn

(bo/ddp-hes). Die IG Metall fordert in der bevorstehenden Tarifrunde für die rund 450 000 Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen acht Prozent mehr Lohn. In der Forderung sei eine soziale Komponente enthalten, teilte die IG Metall am Dienstag in Frankfurt nach einer Sitzung der Tarifkommissionen des Bezirks mit. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von zwölf Monaten haben. Damit liegen die Kommissionen am oberen Rand des Forderungskorridors, den der IG-Metall-Vorstand am Montag vor einer Woche empfohlen hatte.

Nach Ansicht des Bezirksleiters Armin Schild wollen die
Arbeitgeber «die außerordentlich gute Ertragslage» in der
Metallwirtschaft verschleiern. Zugleich verharmlosten sie die
Konjunkturrisiken, die aus der schwachen Binnennachfrage entstehen.
«Wir brauchen eine Kompensation der Preissteigerungen, vor allem bei
Energie und Lebensmitteln», sagte Schild. Ein guter Abschluss müsse
auch die Konjunktur stützen und den Respekt der Arbeitgeber vor der
Leistung der Beschäftigten ausdrücken. Die Tarifverhandlungen sollen
am 2. Oktober in Frankfurt beginnen.

Der Arbeitgeberverband Hessenmetall forderte die Gewerkschaft zu
einem gemäßigten Abschluss auf. Man brauche einen «solidarischen
Tarifabschluss, der alle mitnimmt», sagte Hauptgeschäftsführer Volker
Fasbender. Auch die Arbeitgeber seien für ein «faires Plus», das den
Rahmen des Möglichen «aber nicht überzieht». Angesichts der
wirtschaftlichen Prognosen für das kommende Jahr sei die Forderung
der Gewerkschaft «grotesk» und ziele offenkundig «auf einen
überhöhten Abschluss», erläuterte Fasbender.

(rheinmain)


 


 

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