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IG Metall startet bundesweite Kampagne gegen Auswüchse der Zeitarbeit

(bo/ddp-hes). Wegen des stark wachsenden Anteils von Zeitarbeitskräften in den Betrieben der IG Metall hat die Gewerkschaft die Politiker zum Handeln aufgefordert. Der Gesetzgeber müsse dem Missbrauch von Zeitarbeit Grenzen setzen, forderte IG-Metall-Chef Berthold Huber bei der Vorstellung einer bundesweiten Kampagnen gegen die Auswüchse der Zeitarbeit am Mittwoch in Frankfurt.

Nach Ansicht der IG Metall sind schlechter bezahlte Leiharbeiter mittlerweile fester Bestandteil von Personalstrategien in den Unternehmen und dienten zunehmend als Erpressungsinstrument der Belegschaft. Die Gewerkschaft befürchtet durch den Druck auf die Arbeitnehmer insgesamt eine Abwärtsspirale bei Löhnen und Gehältern.

Die Anzahl von Leiharbeitern in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie habe sich in den vergangenen zwei Jahren mit rund 220 000 mehr als verdoppelt. Dabei verdienten die Zeitarbeitskräfte teilweise 30 bis 50 Prozent weniger als ihre fest angestellten Kollegen in den Betrieben.

Mit der am Mittwoch gestarteten Kampagne «Gleiche Arbeit - Gleiches Geld» will die IG Metall mit 200 Leiharbeitsfirmen Vereinbarungen für eine faire Bezahlung abschließen. Ab dem 1. Mai will die Gewerkschaft auf einer Tournee durch 50 deutsche Städte über Ausmaße und Folgen von Leiharbeit informieren. Startort des «Infotrucks» sei Düsseldorf.

(rheinmain)


 


 

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