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Die hessische Wirtschaft

IHK prognostiziert schwieriges Jahr für hessische Wirtschaft

(bo/ddp-hes). Die hessische Wirtschaft sieht nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Gießen-Friedberg keinem leichten Jahr entgegen. Die Situation der Automobil- und Zulieferindustrie, die für Hessen eine bedeutende Rolle spiele, sei «dramatisch», sagte der Präsident der IHK Gießen-Friedberg, Wolfgang Maaß, in einem ddp-Interview. Auch aus den Mitgliedsbetrieben in der Bauwirtschaft höre er Klagen.

«Die Finanzkrise hat eine Dimension erreicht, die sich niemand ausmalen konnte», erläuterte Maaß. Das Jahr 2008 sei für die Mitgliedsbetriebe sehr gut angelaufen, ab der Jahreshälfte habe sich die Situation jedoch stark verändert. Viele Mitgliedsbetriebe reagieren laut Maaß mit vorgezogenen Weihnachtsferien, Kurzarbeit und sogar Entlassungen von Leiharbeitern und befristet Beschäftigten. Mit Blick auf die Beschäftigungssituation sagte Maaß, man versuche, die Stammbelegschaften zu halten. Allerdings sei es für mittelständische Unternehmen kaum möglich, generell auf Entlassungen zu verzichten.
Maaß forderte die Landesregierung auf, sich unabhängig vom Wahlkampf weiter für den Erhalt profitabler Strukturen zu engagieren. «Wir brauchen von der Landespolitik die Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung», sagte der IHK-Präsident. Dabei dürfe sich jedoch nicht alles um Konzerne wie Opel drehen, auch die Sicht der mittelständischen Industrie müsse verdeutlicht werden. Das Konjunkturpaket der Landesregierung, um Investition vorzuziehen und dadurch beispielsweise in der Bauwirtschaft Beschäftigung zu sichern,
beurteilte Maaß als gut.
Die Krise sei zwar ein heftiger Rückschlag in der konjunkturellen Entwicklung. Maaß zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass es eine Perspektive gebe, «wieder nach vorne zu kommen». Die Frage sei, wann die von der Politik getroffenen Maßnahmen griffen und der Geld- und Finanzkreislauf wieder richtig funktioniere. «Wenn der Vertrauensverlust im Finanzbereich gelöst ist, dann wird es auch in der Realwirtschaft wieder aufwärts gehen», sagte Maaß.

(Redaktion)


 


 

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