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IKEA investiert in Hanau

Erweiterung des bestehenden Einrichtungshauses langfristig geplant

Der schwedische Möbelkonzern IKEA hat die 3,7 Hektar große Fläche auf der ehemaligen Hutier-Kaserne im Stadtteil Lamboy gekauft. Das Gelände grenzt direkt an das Areal, auf dem sich IKEA derzeit befindet. Es handelt sich dabei um Konversionsgelände, das mit dem Abzug der US-Armee im Jahr 2008 in den Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) überging.

Langfristig möchte IKEA das bestehende Einrichtungshaus erweitern und nach Möglichkeit zusätzliche Einzelhandelsflächen realisieren. "Einen genauen Zeitpunkt für das Vorhaben gibt es derzeit noch nicht", sagt Armin Michaely, Expansionschef von IKEA Deutschland. "Wir möchten uns mit diesem Arrondierungsgrundstück die Möglichkeit sichern, den IKEA-Standort Hanau langfristig zukunftssicher gestalten zu können."
Oberbürgermeister Claus Kaminsky sieht in den Plänen des Möbelkonzerns einen wichtigen Impuls für die weitere Entwicklung des Hutier-Geländes: "Erst vor wenigen Wochen hat das Unternehmen R+S hier zwei der denkmalgeschützten Gebäude gekauft und siedelt sich hier mit rund 260 Arbeitsplätzen an. Die Kaufentscheidung von IKEA zeigt, dass der Standort Hanau weiter an Attraktivität in der Region gewinnt und auch für internationale Unternehmen langfristig interessant ist."
Die Zusammenarbeit mit den Vertretern der BImA sowie IKEA sei auch in diesem Fall wieder vorbildlich gewesen, sagte der OB. "Wir haben alle an einem Strang gezogen, um dieses gemeinsame Ziel zu erreichen. Dieser neue Konversionserfolg basiert - wie immer - auf dem unbedingten Willen zur Kooperation und viel harter Arbeit auf allen Seiten."
Die Bundesanstalt sieht die Entwicklung der Hutier-Kaserne überaus positiv. "Nach den Verkauf an die Stadt Hanau für das Gelände der Hauptfeuerwache, den Verkauf an die Firma R+ S und dem jetzigen Verkauf an Ikea, ist über die Hälfte der einst fast 24 Hektar großen Liegenschaft einer zivilen Nutzung zugeführt worden. Das zeigt, dass auch die gewerbliche Vermarktung von Konversionsliegenschaften in Hanau zügig voranschreitet", sagt Claus Niebelschütz, Leiter der Hauptstelle Verkauf der BImA. Die Bundesanstalt werde im Laufe des Jahres 2011 weitere Teilflächen der ehemaligen Hutier-Kaserne auf dem Markt anbieten, fügte er hinzu.
Die Stadt Hanau schafft durch einen Bebauungsplan für das neue erworbene IKEA-Gelände die Vorraussetzungen für die positive Entwicklung. Der Aufstellungsbeschluss wurde letzte Woche vom Magistrat gefasst und wird Mitte Dezember den Stadtverordneten vorgelegt. Das Plangebiet soll als "Sondergebiet Möbel Einzelhandel” festgesetzt werden. Die verkehrliche Erschließung des Plangebiets wird über die Oderstraße erfolgen. Eine Anbindung nach Westen an die Hutier-Kaserne ist nicht vorgesehen.
"Mit dem Fokus auf das Kernsortiment ‚Möbel', vermeiden wir negative Auswirkungen auf den innerstädtischen Einzelhandel", erklärt der OB. "Diese Einzelhandelsentwicklung ist im Einklang mit dem Einzelhandelskonzept von CIMA. Sie wird sowohl den Möbelstandort Hanau als auch den Gewerbestandort Oderstraße stärken."
Auch Wirtschaftsdezernent Ralf-Rainer Piesold sieht durch die neueste Entwicklung Hanaus Funktion als Oberzentrum zusätzlich gestärkt. "IKEA hat große Magnetwirkung auf das Umland und ist aus Hanau gar nicht mehr wegzudenken. Mit einem Einzugsgebiet von rund 100 Kilometern zieht der Möbelmarkt eine Menge Kaufkraft in die Stadt Hanau. Mit der Erweiterung gehen zudem auch neue Arbeitsplätze und höher Zahlungen an Gewerbesteuer einher." Dies sei eine äußerst begrüßenswerte Entwicklung für die Stadt Hanau, so der Stadtrat.

(Ute Wolf)


 


 

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