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Arbeitsniederlegungen

Immer mehr Städte von Bahn-Warnstreiks betroffen

(bo/ddp.djn). Die angekündigten Warnstreiks bei der Deutschen Bahn erfassen am Donnerstagmorgen immer mehr Städte. Nach München seien auch in Nürnberg, Hamburg und Köln Mitarbeiter in den befristeten Ausstand getreten, teilte die Gewerkschaft Transnet am Donnerstagmorgen mit. Insgesamt beteiligten sich derzeit rund 300 Mitarbeiter an den Arbeitsniederlegungen.

In der bayerischen Landeshauptstadt beteiligen sich Transnet zufolge seit 4.30 Uhr rund 60 Beschäftigte, darunter Zugbegleiter, Kundenbetreuer und Servicepersonal, an den Warnstreiks. In Nürnberg haben seit 5.30 Uhr etwa 150 Bahn-Mitarbeiter die Arbeit niedergelegt. Es komme zu massiven Auswirkungen auf den Regional- und Fernverkehr. Auch in Köln gebe es bereits Warnstreiks.

Die Regionen Köln und Bayern seien Schwerpunkt der heutigen Aktionen, hieß es weiter. Weitere befristete Arbeitsniederlegungen werde es am Morgen in Hamburg, Saalfeld, Berlin und Magdeburg geben. In Hamburg hätten seit 6.30 Uhr 15 Mitarbeiter des Reisezentrums am Hauptbahnhof ihre Arbeit niedergelegt. Die S-Bahnen sollen nicht betroffen sein.

Wegen des Streiks der Gewerkschaften GDBA und Transnet ist es nach Angaben der Deutschen Bahn bisher «nur zu wenigen Beeinträchtigungen» des bundesweiten Zugverkehrs gekommen. Betroffen gewesen sei bis 7.00 Uhr vor allem der Regionalverkehr in der Region Nürnberg, teilte der Berliner Logistikkonzern mit. Erste Auswirkungen des Streiks seien aktuell auch in Nordrhein-Westfalen zu spüren. Weil ein Stellwerk bestreikt werde, komme es zu Verspätungen und vereinzelten Zugausfällen zwischen Köln und Düsseldorf. Kunden müssten sich im Verlauf des Morgens auf weitere Beeinträchtigungen einstellen.

Wie Transnet-Vizechefin Regina Rusch-Ziemba und der Vizechef der Gewerkschaft GDBA, Heinz Fuhrmann, sagten, gehen sie davon aus, dass sich insgesamt mehrere Hundert Beschäftigte aus unterschiedlichen Beschäftigtengruppen an den Warnstreiks beteiligen. Allerdings sei nicht geplant, den Schienenverkehr vollständig lahmzulegen. Es gehe bei der Aktion zunächst um ein «Warnsignal an die Arbeitgeberseite»

Anlass für die Aktionen sind Transnet zufolge die festgefahrenen Tarifverhandlungen über Arbeitszeit und Entgelt. Die Arbeitgeberseite hatte bislang keine akzeptablen Angebote vorgelegt. Transnet und GDBA wollen zehn Prozent mehr Geld und zudem eine bessere Einsatzplanung erreichen. Die Bahn bot bislang einen Inflationsausgleich von einem Prozent sowie Einmalzahlungen.

(Redaktion)


 


 

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