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  • 28.11.2016, 10:55 Uhr
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Immobilien

Immobilienkauf in der Schweiz: Risiko bleibt unverändert

Die Schweiz ist ein beliebtes Auswanderungsland der Deutschen. Doch wer erwägt, in die Schweiz zu ziehen und dort ein Haus zu kaufen, der sollte den Schweizer Immobilienmarkt gut kennen. Laut dem Schweizer Unternehmen MoneyPark sind die Risiken beim Hauskauf in den letzten Quartalen unverändert geblieben und der Markt ist weiterhin stabil. Was das im Einzelnen für den Kauf von Immobilien in der Schweiz bedeutet, lesen Sie hier.

Bildrechte: Flickr Swiss Village Rennett Stowe CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Das Unternehmen konnte diese Stabilität durch die Berechnung des Real Estate Index (RERI) feststellen. Die Indexpunkte für den Schweizer Markt sind mit einem Wert von 3,3 auf einer Skala von 1 bis 6 gleichgeblieben. Wer in der Schweiz ein Hypothekardarlehen aufnimmt, der kann bei langen Laufzeiten insgesamt mit sinkenden Zinsen rechnen. Im Laufe des Jahres fielen sie von 1,9 auf 1,4 Prozent im dritten Quartal. Die Zinsen für die kürzeren, fünfjährigen Darlehen sind ebenfalls gesunken.

Die Libor-Hypothek in der Schweiz

Neben den Darlehen mit festem Zinssatz sind mittlerweile auch sogenannte Libor-Hypotheken in der Schweiz erhältlich. Diese richten sich nach der London Interbank Offered Rate – ein Refinanzierungssatz, der lange Zeit nur für Geldgeschäfte genutzt wurde, die Kreditinstitute untereinander abschlossen. Mittlerweile spielt er auch bei Privatkundengeschäften eine Rolle. Das Besondere an Libor-Hypotheken ist, dass sie in der Regel die günstigste Immobilienfinanzierung darstellen, gleichzeitig aber auch ein gewisses Risiko beinhalten, da der Zinssatz täglich neu festgelegt wird. Und in den vergangenen Wochen ist der Libor-Zinssatz erstmals in diesem Jahr stark angestiegen.

Die Laufzeit einer LIBOR-Hypothek beträgt üblicherweise 2 bis 6 Jahre. Die Höhe des LIBOR-Zinssatzes wird zwar täglich aktualisiert, das gilt allerdings gilt das keineswegs für die Hypothek selbst. Vielmehr wählen die Kunden, in welchen Monatsabständen die Zinsanpassung erfolgen soll: nach 1, 3, 6 oder 12 Monaten.

Allerdings gibt es auch hier einige Absicherungsmöglichkeiten, etwa die CAP-Option, mit der sich ein Höchstzinssatz festlegen lässt, oder der Wechsel in ein Darlehen mit festem Zinssatz. Neben dem schwankenden Libor-Zinssatz zahlt der Kunde eine Anbietermarge, die zu Beginn festgelegt wird und während der gesamten Laufzeit gleich bleibt. Diese Marge hat sich seit 2013 im Durchschnitt erhöht, und zwar von einem Prozent auf 1,7 Prozent.

Wohnimmobilien als Anlage

Das Wachstum der Immobilienpreise hat in den letzten Quartalen zwar etwas abgenommen, kürzlich zogen die Preise allerdings wieder an – nicht zuletzt aufgrund der großen Nachfrage. Aufgrund dieser Entwicklung bleiben Immobilien auch weiterhin als Investitionsmöglichkeit lohnenswert. Wer sich für den Kauf einer Immobilie in der Schweiz interessiert, kann mit dem Hypothekenrechner von MoneyPark die voraussichtlichen Kosten kalkulieren. Der Schweizer Immobilienmarkt gilt mit einem Real Estate Index von 3,3 als herausfordernd, aber stabil.

(Redaktion)


 


 

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