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  • 13.07.2016, 15:27 Uhr
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INTERAKTIVE WIRTSCHAFT

Abo-Konzept: Deutsche Online-Kunden müssen noch überzeugt werden

Dem deutschen Online- und Versandhandel könnte es derzeit kaum besser gehen. Auch in diesem Jahr verzeichnet die Branche steigende Umsätze und kurbelt damit auch den deutschen Einzelhandel enorm an. Flexible Preisanpassung sowie eine stärkere Nutzung von Social-Media sollen dabei helfen, noch mehr Kunden zum Onlinekauf zu verleiten. Für kauffreudige Internetnutzer setzen einige Onlinehändler zudem auf Abo-Modelle – von denen im europaweiten Vergleich die deutschen Kunden bisher noch am wenigsten begeistert sind.


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Investitionsbereitschaft auf Höchststand, kräftiger Beschäftigungsaufbau sowie steigende Umsätze – Online- und Versandhändler blicken auf ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 zurück. Laut einer aktuellen Händlerstudie des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) soll sich daran voraussichtlich auch in diesem Jahr nichts ändern. Der Onlinehandel hat schließlich in nahezu allen Bereich des Lebens Einzug gehalten – und wird sein Territorium in Zukunft vermutlich noch weiter ausbauen. Mit Anbietern wie Lumas.de lässt sich heutzutage selbst Kunst mühelos online erwerben. Und die Suche nach dem perfekten Abendoutfit wird gleich Mode-Experten von Kisura.de überlassen – online ist eben alles so viel einfacher, schneller und praktischer.

Dynamische Preisgestaltung für höhere Umsätze

Einer Statista-Umfrage (siehe Grafik) zufolge schätzt ein großer Teil der Onlinekundschaft aber insbesondere die Möglichkeit, gezielt nach Schnäppchen zu suchen und sich in aller Ruhe umschauen zu können. Ähnlich viele Internetnutzer genießen es, beim Onlineshopping nicht an Öffnungszeiten gebunden zu sein. Für 58 Prozent der deutschen Internetnutzer ist dagegen der schnelle Zugang zu zahlreichen Händlern ein unschlagbares Argument für den Onlinekauf. Doch von nichts kommt bekanntlich nichts. Auch wenn die Hochkonjunktur derzeit viele Online- und Versandhändler positiv stimmt – sich zurücklehnen und genießen können auch sie nicht. Um weiterhin hohe Umsätze zu erzielen, setzen immer mehr Unternehmen auf eine sogenannte dynamische Preisgestaltung. Bereits vier von zehn interaktiven Händlern in Deutschland passen ihre Verkaufspreise sehr kurzfristig aktuellen bzw. besonderen Anlässen an. Und jedes fünfte Unternehmen plant in den nächsten zwölf Monaten, eine dynamische Preisgestaltung in ihre Geschäftsabläufe zu integrieren.

Statistik: Was sind die wichtigsten Gründe, im Internet einzukaufen? | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista.

Abo-Modelle werden in Deutschland vergleichsweise selten genutzt

Andere Online- und Versandhändler setzen dagegen auf ausgeklügelte Abo-Modelle – so wie beispielsweise im Payment-Bereich – um höhere Umsätze zu generieren. Laut einer aktuellen Studie des Payment-Dienstleisters SlimPay kommt das bei europäischen Online-Kunden insgesamt sehr gut an. Insbesondere Spanier und Franzosen sind demnach die ungeschlagenen Meister in Sachen Abonnements. Rund 34 Prozent der Spanier und 31 Prozent der Franzosen haben im Durchschnitt sechs bis zehn monatliche Abos. Bei den deutschen Onlinekunden dagegen erfreut sich das Abo-Modell vergleichsweise geringer Beliebtheit. Gerade einmal neun Prozent haben solch eine hohe Anzahl an monatlichen Abos.

Die längerfristige Bindung an eine bestimmte Dienstleistung scheint noch viele User abzuschrecken. Dabei bieten Abo-Modelle im Payment-Bereich durchaus Vorteile. Die meisten Nutzer überzeugt laut Studie insbesondere die reibungslose automatisierte Zahlungsabwicklung. Um die jeweilige Zahlung zu tätigen, müssen einzelne Daten nicht mehr im Kopf behalten werden – die Zahlung erfolgt ganz wie von selbst. Was für den Kunden leicht ist, erfordert vom Onlinehändler allerdings eine Menge Organisationsaufwand. Denn beim Abo-Commerce geht es nicht nur darum, regelmäßig einen Betrag vom Bankkonto des Kunden einzuziehen. Jedes Geschäftsmodell erfordert ein mehr oder weniger umfangreiches Tarifmodell. Am Ende dürfte sich der zusätzliche Aufwand aber sowohl für den Kunden als auch den Onlinehändler durchaus bezahlt machen.


(Redaktion)


 


 

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