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Gold als Kapitalanlage?

In unsicheren Zeiten wächst bei Anliegern der Wunsch, Ihr Kapital möglichst stabil und wertbeständig anzulegen. Und die US-Wahlen der vergangenen Woche haben unsichere Zeiten ausgelöst – und das nicht nur an der Börse. Der Klassiker unter den krisenfesten Anlagen ist nach wie vor die Immobilie, doch immer mehr Experten raten auch zur Investition in Gold.

Führt man sich vor Augen, wie Donald Trump in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, so ist Gold für die meisten das genaue Gegenteil: Es ist verlässlich, wertvoll und würde im eigenen Wohnzimmer nicht stören. Aber ist es wirklich sinnvoll, bei der Geldanlage auf das gelbe Edelmetall zu setzen?

Was spricht dafür, in Gold zu investieren?

Seit der Antike steht Gold für Wohlstand und Wertbeständigkeit. Kein anderes Material und erst Recht keine andere Währung haben es geschafft, über einen ähnlich langen Zeitraum eine solche stabile Kaufkraft zu bewahren. Schon im alten Rom konnte man für eine Unze Gold eine Toga erstehen, und noch heute bekommt man dafür einen sehr guten Anzug.
Im Gegensatz zu Währungen wird bei Gold der Wert nämlich nicht von außen festgelegt, sondern ergibt sich ganz einfach aus der Tatsache, dass es sich um Gold handelt. Experten sprechen von einem „intrinsischen Wert“. Auch wenn der Goldpreis mitunter starken Schwankungen unterliegt – über einen längeren Zeitraum gesehen bleibt er doch sehr stabil.

Bei Gold handelt es sich außerdem um eine sehr einfache Kapitalanlage. Möchte man in Aktien investieren, so muss man sich entweder akribisch in die Thematik einarbeiten oder auf die Hilfe eines Experten bauen. Und auch dann scheinen die verschiedenen Kurse und ihre Entwicklung oft willkürlich und schwer nachvollziehbar. Wer in Gold investiert, muss lediglich dessen Preis im Auge behalten, um dann eventuell in einem günstigen Moment zu verkaufen. Entscheidet man sich dafür, bei einem zertifizierten Fachhändler wie diesem Gold als Barren oder Münzen (etwa den Krügerrand) zu erwerben, hat man tatsächlich eine Geldanlage zum Anfassen und mit hohem Wiederverkaufswert.

Nachteile der Investition in Gold

Jede Medaille hat zwei Seiten – auch die goldene. Denn die perfekte Anlageform, die es auf den ersten Blick zu sein scheint, ist das gelbe Edelmetall leider nicht.

Das liegt zum einen daran, dass es auf dem Markt in US-Dollar gehandelt wird. Ob man sein Kapital vermehren kann, hängt also nicht alleine vom Goldpreis, sondern auch von der Entwicklung der amerikanischen Währung ab.
Zum anderen ist die Investition in Gold sehr kostspielig. Das liegt daran, dass für jede einzelne Transaktion Gebühren anfallen. Es ist also billiger, einen 100 Gramm schweren Barren zu kaufen als zwei, die jeweils 50 Gramm wiegen. Und hohe Stückelungen bedeuten eben auch eine hohe Investition.
Wer auf schnelle Gewinne aus ist, dem ist von Gold gänzlich abzuraten. Denn es kann sehr lange dauern, bis sich der Verkauf wieder lohnt. Man sollte diese Investition als immer als sehr langfristige Anlage betrachten, etwa als Altersvorsorge.

Fazit

Es ist durchaus sinnvoll, Geld in Gold anzulegen, denn in Sachen Wertbeständigkeit kann ihm nicht anderes das Wasser reichen. Mehr als 20% seines Anlagevermögens sollte man dafür aber nicht verwenden und es als langfristige Sicherheit betrachten. Um schnelle Gewinne zu erzielen, ist es gänzlich ungeeignet.

(Redaktion)


 


 

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