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Börse, 22. November

DAX startet auf Jahreshoch

(bo/dapd). Der deutsche Aktienmarkt ist am Montag freundlich gestartet. Nach der Rettung Irlands stieg der Leitindex DAX in den ersten Handelsminuten auf ein neues Jahreshoch bei 6.898 Punkten.

Der MDAX gewann 0,8 Prozent auf 9.491 Zähler, und der TecDAX legte 0,8 Prozent auf 796 Punkte zu. "Das nun offiziell geschnürte Rettungspaket für Irland dürfte für Erleichterung sorgen", sagte ein Markteilnehmer. Noch fehlten die Details, mit angeblich 80 bis 90 Milliarden sei es aber offenbar groß genug, um die Märkte zu beruhigen. Eine Rettung habe sich zwar bereits seit mehreren Tagen abgezeichnet, nun sei aber bestätigt, dass Irland unter den Rettungsschirm der EU schlüpfe.

Die Aktienkurse an Wall Street hatten am Freitag gut behauptet geschlossen. Die Anleger seien gefangen gewesen zwischen der Hoffnung auf eine Lösung des irischen Schuldenproblems und der Sorge, dass China eine Lösung für sein Inflationsproblem findet - eine mit negative Auswirkungen für die Weltkonjunktur. Einige Händler sprachen auch von leichten Gewinnmitnahmen nach der Rally am Freitag. Der Dow-Jones-Index stieg um 0,2 Prozent auf 11.204 Punkte. Der Nasdaq-Composite-Index gewann 0,1 Prozent auf 2.518 Zähler.

Der Euro wurde am Morgen fester zu 1,3786 Dollar gehandelt. Auch auf dem Devisenmarkt wurde Irlands Antrag auf Hilfe aus dem Europäischen Finanzstabilisierungsfonds (EFSF) begrüßt. Die Europäische Zentralbank ( EZB ) erklärte, Hilfen für Irland dienten der Finanzstabilität der EU und des Euro-Raums. Die Gelder würden jedoch nur im Rahmen strenger Auflagen erteilt. "Kurzfristig geht mit der Rettung eines weiteren Euro-Landes die Unsicherheit weiter aus dem Markt", so ein Händler. Das sei positiv für die Gemeinschaftswährung. Am Freitag hatte die EZB einen Referenzkurs von 1,3674 Dollar festgelegt.

Im DAX waren am Morgen vor allem ThyssenKrupp, Volkswagen und BMW gesucht, die sich um jeweils 1,8 Prozent auf 28,92 Euro, 125,00 Euro und 57,67 Euro verbesserten. Einziger Wert im Minus waren K+S, die sich um 0,3 Prozent auf 48,99 Euro verbilligten. Die K+S AG will nach dem Erwerb des US-Unternehmens "Morton Salt" im vergangenen Jahr ihr auf zwei Säulen fußendes Geschäftsmodell ausbauen, das Hauptaugenmerk aber den Segmenten Kali und Düngemittel widmen. Im Salzsegment sieht das Unternehmen die Zukunftsmärkte dort, wo es bislang nicht präsent ist. Das sei letztlich Asien, sagte der Vorstandsvorsitzende Norbert Steiner gegenüber Medienvertretern am vergangenen Freitag.

Im MDAX stiegen Sky Deutschland um 3,8 Prozent auf 1,56 Euro. ProSiebenSat.1 legten 3,3 Prozent auf 21,19 Euro zu. Leicht im Minus lagen lediglich Postbank. Die Aktien notierten mit 25,15 Euro minimal unter dem Freitagsschluss.

Im TecDAX stiegen Singulus um 2,3 Prozent auf 3,57 Euro. SMA Solar legten 2,2 Prozent auf 68,44 Euro zu. Mit Verlusten starteten lediglich vier Werte. Schwächste Aktie war das Papier von Drillisch, das 1,0 Prozent auf 5,83 Euro verlor.

(dapd )


 


 

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