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Ironman 2011

Aufwändigster Triathlon der Welt

Die Eisenmänner und -frauen treten am 24. Juli zum 10. Mal in Frankfurt an. 3,8 Kilometer ist die Schwimmstrecke lang, 180 Kilometer der Rad-Rundkurs, und anschließend gilt es noch einen Marathonlauf entlang des Mainufers zu bewältigen. Der zehnte Frankfurter Ironman Germany ist aber nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich und organisatorisch eine Herausforderung.

„Der längste Tag des Jahres“ – am 24. Juli gilt dieses Motto beim Frankfurter Sparkasse Ironman European Championship, dem wichtigsten Triathlonwettbewerb in Deutschland. Um 4 Uhr in der Nacht beginnt für die 2300 teilnehmenden Athleten der Tag mit dem Transfer zum Langener Waldsee, wo ab 6.45 Uhr die erste Disziplin, die Schwimmstrecke über 3,8 Kilometer, zu bewältigen ist. Vom Wasser aus geht es dann direkt aufs Fahrrad, auf eine Strecke von insgesamt 180 Kilometern, die zunächst von Langen aus über Frankfurt-Downtown bis nach Bad Nauheim führt. Über Bad Vilbel mit der berühmten Steigung „Heartbreak Hill“ radeln die Profis und Amateure dann zurück in die Mainmetropole, wo als letzter Teil ein Marathon über 42,195 Kilometer am Main entlang mit dem Zieleinlauf am Römerberg wartet. Manch einer der Starter wird wohl erst kurz vor 22 Uhr – wenige Minuten vor dem offiziellen Ende des Triathlons – das Ziel auf dem Frankfurter Römerberg erreichen. Wer „finishen“ kann, dem ist der Applaus des Publikums sicher.

Auch über 4000 Helfer sind am Start

„Der Ironman Germany in Frankfurt ist der organisatorisch wohl aufwändigste Triathlon der Welt. Es ist eine riesige Herausforderung, inmitten einer Metropolregion und im Herzen einer Großstadt wie Frankfurt einen solchen Wettbewerb durchzuführen“, sagt Renndirektor Kai Walter. 45 hauptamtliche und 4000 ehrenamtliche Helfer werden für den möglichst reibungslosen Verlauf des Wettkampfs sorgen, der seit 2006 gleichzeitig als Europameisterschaft ausgeschrieben ist. Den ersten Triathlon mitten in der Mainmetropole hat 2002 „Mr. Triathlon“ Kurt Denk veranstaltet. Denk hatte die Lizenz für das „Ironman-Label“ - bei den weltweit 26 Veranstaltungen dieser Art werden die begehrten Startplätz e für den Triathlon-Klassiker auf Hawaii vergeben - vom fränkischen Örtchen Roth übernommen. Für die Stadt Frankfurt ist der jährliche Triathlon ein sportliches Highlight, aber auch mehr als das. „Die Wettbewerb, der bis mindestens 2016 in Frankfurt stattfinden wird, ist längst über den Sport hinaus zu einem wichtigen finanziellen Faktor für unsere Stadt geworden“, berichtet Sportdezernent Markus Frank. Laut einer Untersuchung des Unternehmensberaters Bludau & Muhler wird in der Eventwoche mitsamt dem Wettkampftag ein Umsatz von insgesamt rund 18,7 Millionen Euro erzielt. Dazu kommt der Werbeeffekt für die Stadt. Dank diverser TV-Übertragungen blickten im letzten Jahr 31 Millionen Zuschauer auf den Ironman und damit auf Frankfurt. Das hr-Fernsehen wird auch in diesem Jahr wieder 6,5 Stunden live übertragen.

2300 Starter aus 55 Nationen

2300 Athleten aus 55 Nationen werden in diesem Jahr bei dieser härtesten Variante des Triathlon antreten. Einer, der bislang bei allen neun Auflagen dabei war und auch am 24. Juli wieder am Start sein wird, ist Lutz Richter. Rund zwölf Stunden Training pro Woche sind für ihn unabdingbar, um für den Wettkampf ausreichend gerüstet zu sein. „In der heißen Phase, das heißt vier Monate vor dem Ironman, sind die Wochenenden mit Sport ausgefüllt, und auch unter Woche ist der Sport in den Tagesablauf integriert - der Partner muss das mittragen, sonst geht es nicht“, sagt Richter. Der gebürtige Sachsenhäuser hat seine Motivation bislang nicht verloren. Denn: „Spaß am Training, der Traum von Hawaii un d der Tag des Ironman, das alles ist ein wahnsinnig intensives Erlebnis. Es ist eine Gnade, so etwas zu machen und zu erleben, was man zu leisten im Stande ist.“ Richter will noch möglichst lange zu den ganz wenigen „Dauerbrennern“ in Frankfurt zählen. Nicht ganz so euphorisch ist Gero Sieberger. „Ich nehme nach 2007 in diesem Jahr zum zweiten Mal teil, werde aber in Zukunft sicher kein jährlicher Wiederholungstäter, da der Aufwand eben doch sehr hoch ist.“

100.000 Dollar Preisgeld für die Profis

Um die Spitze und 100.000 US-Dollar Preisgeld werden - vor sicherlich wieder vielen hunderttausend Zuschauern - am 24. Juli so oder so wieder andere kämpfen. Denn neben den vielen Amateuren gehen 73 Profis - unter anderem Cameron Brown aus Neuseeland (mehrere 2. Plätze in Hawaii) und der Deutsche Faris Al Sultan (Hawaii-Sieger von 2005) – in Frankfurt beim „längsten Tag des Jahres“ an den Start.

(Stadt Frankfurt am M Presse- und Informationsamt)


 


 

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