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Demonstration gegen Atos

Noch in diesem Jahr soll die Atos-Filiale in Frankfurt geschlossen werden. 300 Mitarbeiter wurden überraschend von der schlechten Nachricht getroffen. Seitdem demonstrieren die Angestellten jede Woche vor dem Unternehmensgebäude. Prominente Unterstützung erhalten sie von OB Peter Feldmann.

Atos-Mitarbeiter wehren sich

Am Montag versammelten sich wütende Atos-Mitarbeiter wie Betriebsrätin Claudia Duffield-Bräuer mit Trillerpfeifen und großen Bannern vor dem Eingang des Unternehmens. Prominenter Unterstützer der Aktion war Oberbürgermeister Peter Feldmann. Stadtverordneten aller Parteien hatten sich solidarisch mit den Mitarbeitern erklärt und darauf hingewiesen, dass die Arbeitsplätze wichtig für Frankfurt seien. Schon seit Längerem werben die Bürgermeister des Rhein-Main-Gebietes für den IT-Standort. Das wolle man sich nicht "so einfach im Vorbeigehen" nehmen lassen, erklärte Feldmann im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau.

Eine Überraschung für alle

Auf einer Mitarbeiterversammlung hatte die Geschäftsführung am 12. März erklärt, dass die Zweigstelle in der Hahnstraße 25 noch vor Ablauf des dritten Quartals geschlossen werde. Alle Arbeitsplätze sollen dabei aufgelöst werden. Seit Verkündung der Pläne demonstrieren die Mitarbeiter von Atos jeden Montag vor dem Gebäude. Bisher konnte man immerhin schon einmal ein Moratorium erreichen, so Betriebsrat Hans-Peter Paulsen. Die Entscheidung über eine Schließung sei bis auf Weiteres ausgesetzt. Die Geschäftsführung hatte ihre Entscheidung zuvor mit der Unwirtschaftlichkeit der Frankfurter Filiale und den Qualifikationen der Mitarbeiter begründet.

Starker Wettbewerbsdruck

Paulsen erklärte weiter, dass in der Branche ein starker Konkurrenzkampf herrsche. Viele Arbeiten werden nach Indien und in das östliche Europa ausgelagert. Einen Personalüberschuss gestand er indes ein. Atos beschäftige in Deutschland 9.000 Mitarbeiter, 76.400 weltweit. Damit entlassene Mitarbeiter nicht vor dem Nichts stehen, forderte Martin Weiss von der IG Metall ein Programm für einen freiwilligen Ausstieg.

(Christian Weis)


 


 

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