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European Business School

Ex-Hochschulpräsident Jahns klagt gegen seine Entlassung

(dapd). Der ehemalige Präsident der European Business School (EBS), Christopher Jahns, klagt gegen seine Entlassung. Das Landgericht sowie das Arbeitsgericht in Wiesbaden bestätigten am Donnerstag auf dapd-Anfrage den Eingang entsprechender Klagen.

Beim Landgericht geht es um seine frühere Tätigkeit als Geschäftsführer der EBS. Der Vorgang befinde sich aber noch in einem frühen Stadium, erläuterte ein Sprecher.

Vor dem Arbeitsgericht wehrt sich Jahns gegen seine Kündigung als angestellter Hochschullehrer. Wie der Sprecher sagte, ist für den 16. Mai ein Gütetermin vereinbart.

Jahns war Anfang April wegen des Verdachts der Untreue entlassen worden. Ihm wird vorgeworfen, 180.000 Euro von der EBS ohne Gegenleistung an seine eigenen Firmen transferiert zu haben. Darunter sollen auch öffentliche Mittel in Höhe von 7.200 Euro gewesen sein, wie der "Wiesbadener Kurier" unter Berufung auf den Oberstaatsanwalt berichtete.

Grüne fordern Einstellung der Zahlung von öffentlichen Geldern

Vom hessischen Wissenschaftsministerium erhält die EBS 24,7 Millionen Euro von 2009 bis 2012 für den Aufbau einer juristischen Fakultät. 17 Millionen Euro sind nach Angaben von Ministeriumssprecher Ulrich Adolphs in den ersten beiden Jahren gezahlt worden. Die Hochschule muss bis Ende April Verwendungsbelege vorlegen, die dann geprüft werden. Daran habe sich nichts geändert, sagte Adolphs auf Anfrage. Bei den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Jahns gehe es nicht um die im Aufbau geförderte Law School.

Die Grünen-Fraktion forderte Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) auf, vorerst keine weiteren Zahlungen an die EBS anzuweisen. Es sei absolut unverständlich, warum die Ministerin "trotz des Untreueverdachts weiterhin öffentliche Gelder zum Aufbau der EBS Law School zahlt", sagte die wissenschaftspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Sarah Sorge. Sie hatte sich bereits am Vortag gegen eine Überweisung von Mitte März in Höhe von 1,5 Millionen Euro an die EBS gewandt.

Peter Kosfeld

(dapd )


 


 

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