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Investitionsbereitschaft wächst

IHK: Rheinhessens Unternehmen erwarten gutes Jahr

Die Unternehmen in Rheinhessen halten das hohe Niveau ihrer Geschäftsentwicklung, auf dem sie bereits gut durch den Winter gekommen sind. Für den Rest des Jahres erwarten die Betriebe allerdings vollere Auftragsbücher. Deshalb planen besonders der Handel und die Dienstleister Investitionen und wollen neue Stellen schaffen.

Das zeigen die Ergebnisse der Frühjahrsumfrage der Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen.
IHK-Hauptgeschäftsführer Richard Patzke wertet die Umfragezahlen: „Der Optimismus, mit dem die Betriebe in Rheinhessen in die kommenden Monate blicken, gab es seit der Krise von 2008 und 2009 noch nicht in dieser Deutlichkeit.“ Besonders die Investitionspläne lassen den Schluss zu, dass die Unternehmen den Märkten ein nachhaltiges Wachstum zutrauen. Ein Augenmerk legt Patzke auch auf die zunehmende Bereitschaft in den Betrieben, neue Arbeits- und Ausbildungsstellen zu schaffen: „Das Bewusstsein, dem drohenden Fachkräftemangel rechtzeitig entgegenwirken zu müssen, nimmt allenthalben zu.“
Im Auslandsgeschäft melden 33 Prozent (Winter 2010: 34 Prozent) der rheinhessischen Unternehmen vollere Auftragsbücher . 54 Prozent (Winter 2010: 53 Prozent) sprechen von gleich gebliebenen Auslandsumsätzen. Im Ganzen positiv bleiben auch die Prognosen für die kommenden zwölf Monate: 37 Prozent der Exportfirmen (Winter 2010: 40 Prozent) gehen von einer höheren Auftragslage aus, 63 Prozent (Winter 2010: 51 Prozent) sehen eine „gleich bleibende Entwicklung“. Nur leicht nachgelassen hat die Aufbruchstimmung auf dem Binnenmarkt. Immer noch 23 Prozent der Betriebe (Winter 2010: 27 Prozent) notierten mehr Aufträge aus dem Inland im vorigen Vierteljahr. Wie schon im Winter 2010 sprachen 58 Prozent von einer „gleich gebliebenen“ Auftragslage.Die Ergebnisse der IHK-Umfrage zeigen, dass mit 40 Prozent deutlich mehr Firmen von einer aktuell „guten Geschäftslage“ sprechen (Winter 2010: 35 Prozent). 54 Prozent aller befragten Unternehmen in Rheinhessen sehen eine „befriedigende Geschäftslage“ (Winter 2010: 50 Prozent). Zuversichtlich bleibt auch der Blick in die nächsten drei Monate: Hier rechnen 26 Prozent (Winter 2010: 20 Prozent) mit „besseren Geschäftserwartungen“. Mit 62 Prozent (Winter 2010: 52 Prozent) ist die Zahl der Unternehmen gestiegen, die mit „gleich bleibenden Geschäftserwartungen“ rechnen.
Auch die Belebung des Arbeitsmarktes setzt sich in den kommenden zwölf Monaten fort: 23 Prozent der Betriebe wollen neue Stellen schaffen (Winter 2010: 19 Prozent). 70 Prozent (Winter 2010: 74 Prozent) planen keine Änderung der Beschäftigtenzahl. Ein noch deutlicheres Zeichen der Zuversicht ist die spürbar gestiegene Bereitschaft zu Investitionen: Mehr investieren in diesem Jahr wollen 24 Prozent der Unternehmen (Winter 2010: 14 Prozent). Aufschlussreich ist auch der Blick auf die Art der Investition: 24 Prozent (Winter 2010: 22 Prozent) planen in den kommenden zwölf Monaten Kapazitätserweiterungen, 39 Prozent (Winter 2010: 34 Prozent) planen, Produktinnovationen einzuführen.
Deutlich verbessert hat sich das Stimmungsbild im rheinhessischen Handel: 38 Prozent der Firmen (Winter 2010: 28 Prozent) sprechen von einer „guten Geschäftslage“. Das schlägt sich auch in der Stellenplanung der Betriebe wider: In den nächsten zwölf Monaten wollen 32 Prozent der Handelsunternehmen neue Stellen schaffen (Winter 2010: 29 Prozent), und auch das Interesse an Investitionen ist geweckt: 34 Prozent (Winter 2010: 19 Prozent) wollen im anstehenden Jahr investieren, wobei ein Viertel dieser Handelsfirmen Geld in Kapazitätserweiterungen stecken will.
Stark gestiegen ist das Stimmungsbarometer auch im Dienstleistungsgewerbe. Hier hegen 27 Prozent der Unternehmen positive Geschäftserwartungen für die kommenden drei Monate (Winter 2010: 13 Prozent), wohingegen nur noch 5 Prozent (Winter 2010: 21 Prozent) mit schlechterem Geschäft rechnet. Die Dienstleistungsbranche will auch mehr Stellen schaffen: 21 Prozent (Winter 2010: 14 Prozent) sehen eine steigende Beschäftigtenzahl in den nächsten zwölf Monaten.

(IHK Rheinhessen)


 


 

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