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Streit bei Suhrkamp beendet

Joachim Unseld verkauft Verlagsanteile

(bo/ddp-hes). Die langwierigen juristischen Konflikte zwischen den Gesellschaftern des Suhrkamp Verlags sind offenbar beendet. Der bisherige Mitgesellschafter Joachim Unseld, dem bislang 20 Prozent des Frankfurter Verlagshauses gehörten, hat seine Anteile verkauft. «Ich habe mich von meinen Anteilen getrennt», sagte Unseld der Tageszeitung «Die Welt» (Freitagausgabe). Verlagssprecherin Tanja Postpischil bestätigte dies der Zeitung zufolge.



Die Anteile gehen laut der Zeitung zu gleichen Teilen an die
beiden anderen Mitgesellschafter - Ulla Berkéwicz, die Witwe des
Suhrkamp-Verlegers Siegfried Unseld, und an die Medienholdung AG
Winterthur, die vor Jahren von dem Hamburger Investor Hans Barlach
erworben wurde. Die Veräußerung der Anteile trete soforti in Kraft.
Über den Preis wurde nichts bekannt.

Damit sind die gerichtlichen Auseinandersetzungen zwischen Joachim
Unseld und den beiden übrigen Gesellschaftern außergerichtlich
beendet worden. Berkéwicz hatte im Februar bekannt gegeben, dass sie
Suhrkamp von seinem angestammten Strandort Frankfurt zum 1. Januar
2010 nach Berlin übersiedeln wolle. Barlach hatte sie dabei
unterstützt, doch Unseld wehrte sich juristisch gegen den Umzug .

Ebenfalls Streit gab es über den Verkauf des Suhrkamp-Archivs an
das Deutsche Literaturarchiv (DLA) in Marbach. Das Archiv und
Suhrkamp gaben Ende Oktober bekannt, dass sie handelseinig geworden seien - doch Joachim Unseld wandte sich mit rechtlichen Mitteln gegen dieses Geschäft. Er war, obwohl Miteigentümer, von den beiden Handelspartnern nicht um seine Einwilligung zum Verkauf gefragt worden.

(Redaktion)


 


 

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