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Frankfurt

Jüdisches Museum zeigt Ausstellung zum 100. Geburtstag Schindlers

(bo/ddp-hes). Anlässlich des 100. Geburtstags von Oskar Schindler zeigt das Jüdische Museum in Frankfurt eine Jubiläumsausstellung. Der Retter von mehr als 1200 Juden wäre am 28. April 100 Jahre alt geworden. Die Jubiläumsschau vom 24. April bis zum 31. August soll nach Angaben des Museums vor allem den Spuren Schindlers in Frankfurt nachgehen, wo er von 1957 bis 1974 weitgehend unbekannt gelebt hatte.

Der im mährischen Zwittau geborene Schindler hatte 1939 in Krakau eine Emailwarenfabrik von jüdischen Vorbesitzern günstig erworben. Dort avancierte der Fabrikant vom Kriegsprofiteur zum Menschenretter, als er immer mehr jüdische Zwangsarbeiter anforderte und bis zum Kriegsende mit List und Tücke vor dem Zugriff der Nazis schützte.

Nach dem Krieg wanderte Schindler zunächst nach Argentinien aus und versuchte sich dort erfolglos als Unternehmer. Auch nach seiner Rückkehr nach Deutschland blieb Schindler weitgehend mittellos. Ein Frankfurter Unterstützerkreis verschaffte ihm schließlich eine von Bund, Land und Stadt finanzierte Ehrenrente. Schindler starb am 9. Oktober 1974 bei einem Besuch in Hildesheim während eines Krankenhausaufenthaltes. Weltruhm erlangte Schindler erst, als Steven Spielberg seine Rettungstat 1994 verfilmte.

Zur Ausstellungseröffnung in Frankfurt soll auch eine Oskar-Schindler-Sonderbriefmarke vorgestellt werden.

(Redaktion)


 


 

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