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Helmut Schmidt-Journalistenpreis

Jury prämiert Beiträge zu den Themen Globalisierung und Moral

Die Gewinner des von der INGDiBa ausgeschriebenen Helmut Schmidt-Journalistenpreises 2008 stehen fest. Unter der großen Zahl von Bewerbungen wählte eine hochkarätig besetzte Jury Print- und TV-Beiträge aus, die auf ganz unterschiedliche Weise und aus individuellen Perspektiven ein aktuelles Thema behandeln: Es geht in allen Fällen um die facettenreichen Erscheinungsformen der Globalisierung, um Macht und Moral, um die Zwänge der Märkte und die Versuchungen des Missbrauchs.

Mit dem ersten Preis wurden zwei Reportagen der Stern-Redakteurin
Nikola Sellmair prämiert. In ihrem Beitrag „Bioäpfel vom Ende der Welt“
berichtet die Autorin von der 13.000 Kilometer langen Reise des Obstes
von der Plantage am Rio Negro bis zum Supermarkt am Rhein. Darf sich
ein solcher Apfel noch mit der Bezeichnung „Bio“ schmücken? Die
Journalistin kommt zu überraschenden Antworten.
In ihrer Reportage „Das kurze Leben von Ferkel 0146“ erzählt die Autorin
von der nur sechsmonatigen Existenz eines Schweines. Sie spannt den
Bogen ihrer Geschichte von der Geburt des Tieres bis zum Verzehr des
Schnitzels. Darüber hinaus erfährt der Leser, wie der globalisierte
Schweinemarkt funktioniert.
Der zweite Preis geht an Michaela Schiessl, Steffen Winter und Beat Balzli
für ihren im „Spiegel“ erschienenen Beitrag „Casino provincial“. Darin wird
das Milliardendesaster der Sächsischen Landesbank aufgearbeitet. Vor
allem geht es aber um die Hybris der ehemaligen Banker und Manager, die
auf internationalen Märkten verdienen wollten, doch die Strudel des
globalen Finanzsystems unterschätzten.
Der dritte Preis wird zweimal vergeben. Wolfgang Hirn und Henrik Müller
erhalten die Auszeichnung für ihren meinungsbetonten Beitrag „Auf der
Kippe“, der im Manager Magazin erschienen ist. Sie fragen, inwieweit ein
von Gier geprägter Superkapitalismus die Glaubwürdigkeit der Demokratie
aushöhlt. Britta Buchholz und Michael Scheuch erhalten den Preis für ihr
ZDF-Feature „Die Macht der Manager“.
Es bringt dem Zuschauer die Welt, die Empfindlichkeiten und die Zwänge
zum Quartalsdenken von Vorständen näher. Überdies greifen die
Preisträger die Frage auf, ob im Rausch der Millionen und Milliarden die
Moral der Manager auf der Strecke bleibt.
Der Helmut Schmidt-Journalistenpreis wird am 30. Oktober in Anwesenheit
des früheren Bundeskanzlers und Namenspatrons dieser Auszeichnung in
Hamburg verliehen.

(rheinmain)


 


 

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