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Grußwort

Neujahrsgrußwort von OB Petra Roth und Stadtverordnetenvorsteher Karlheinz Bührmann

Liebe Frankfurterinnen, liebe Frankfurter, langsam, aber unaufhaltsam kommen Frankfurter Realitäten und die Wahrnehmung unserer Stadt jenseits der Stadtgrenzen zur Deckung: Frankfurt zählt zu den erfolgreichsten Großstädten weltweit.

In allen internationalen Städtevergleichen rangiert es in der Spitzengruppe, im nationalen Vergleich landet die dynamische Mainmetropole meist auf Platz eins und gehört mittlerweile zu den beliebtesten Reisezielen Deutschlands. Die gestiegene Wahrnehmung der Attraktivität der Mainmetropole als Arbeitsplatz und Lebensmittelpunkt schlägt sich auch im stetigen Wachstum der Einwohnerzahlen nieder. Mit rund 680.000 Einwohnern liegt die Stadtbevölkerung nur noch knapp unter dem bisherigen Allzeithoch der frühen sechziger Jahre und wird nach neuesten Prognosen in knapp 15 Jahren die 700.000er-Marke überschreiten.

Das Erfreuliche daran: Besonders stark werden die jungen, beruflich aktiven Jahrgänge das Bild der Stadt prägen. Die Herausforderung: Alle diese Menschen wollen arbeiten, wohnen, ihre Kinder großziehen und sich in der Region bewegen. Deshalb entstehen durch den Flughafenausbau, den Neubau der EZB und die Ansiedlung neuer Unternehmen neue Arbeitsplätze, und es werden neue Wohnquartiere, ja ganze Stadtviertel wie am Riedberg, am Rebstock und im Europaviertel geschaffen.

Erhalt und Ausbau der Infrastruktur sind für die Akzeptanz von Wohn- und Geschäftsarealen gleichermaßen unerlässlich. Städtische Investitionen und die Mittel aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung haben die Bautätigkeit im Stadtgebiet kräftig angeschoben. Wetterbedingte Straßenreparaturen und der unumgängliche Ausbau der Verkehrswege haben Pendlern und Anwohnern einiges abverlangt, aber es führte kein Weg daran vorbei – und die verfügbaren Mittel nicht abzurufen, wäre wohl kaum zu vertreten gewesen.

Ein beträchtlicher Teil dieser Zuwendungen und der städtischen Bauinvestitionen sind in den Ausbau der Schulen und der Einrichtungen zur Kinderbetreuung geflossen. In der Familienstadt Frankfurt wird das bereits jetzt deutlich über den bundesweiten Vorgaben liegende Angebot weiter ausgebaut, so dass im Jahr 2013 für die Hälfte der unter Dreijährigen Krippenplätze zur Verfügung stehen; Kindergartenplätze gibt es in den meisten Stadtteilen schon heute in ausreichender Zahl. Nach der Kindergartenzeit wartet auf die Kleinen ein breites schulisches Angebot; die Eltern haben die freie Wahl zwischen allen Schularten - von der integrierten Gesamtschule bis zur Realschule und zum Gymnasium.

Das Rhein-Main-Gebiet mit Frankfurt im Zentrum bleibt in vielerlei Hinsicht attraktiv: Mit seinen 350.000 Einpendlern ist Frankfurt zumindest tagsüber eine Millionenstadt, die gerade auf die internationale Geschäftswelt nach wie vor eine beträchtliche Anziehungskraft ausübt. Andernfalls gäbe es nicht die 105 konsularischen Vertretungen in der Mainmetropole. Gegenwärtig sind es vor allem Unternehmen und Institutionen aus den Zukunftsregionen Ostasiens, die in und um Frankfurt ihre Zentralen für Deutschland und Europa etablieren; die zahlreichen Messen und der wachsende Tourismus ziehen Menschen aus der ganzen Welt an, die sich von den Vorzügen unserer Stadt ein eigenes – und offenbar sehr überzeugendes – Bild machen können.

Dabei steht das Finanzwesen im Mittelpunkt der regionalen Wirtschaftsstruktur. Symbol dafür ist nicht zuletzt die imposante Skyline-Architektur, die das Erscheinungsbild unserer Stadt so unverwechselbar macht. Daneben sind aber auch die High-Tech-Branche, namentlich die Bio- und Chemietechnik am Wissenschaftsstandort Frankfurt stark gewachsen, ebenso wie die Kreativwirtschaft und die weltweiten Kommunikations- und Logistikunternehmen. Die Ansiedlungspolitik des Magistrats zielt darauf ab, die ökonomische Basis der Stadtgesellschaft auf mehrere Säulen zu stellen, so dass unvermeidliche Schwankungen – wie die gegenwärtige Finanzkrise – die Stadt als Ganzes nicht aus dem wirtschaftlichen und finanziellen Gleichgewicht bringen können.

Die noch längst nicht bewältigte Euro-Krise wird auch weiterhin Anlass zu einer vorsichtigen Haushaltsführung sein, aber wirkliche Einschnitte konnten bisher vermieden werden, und alle anstehenden Projekte sind solide finanziert. So schreitet die geplante Umgestaltung des Altstadtareals zwischen Dom und Römer mit dem Abbruch des Technischen Rathauses voran, und wenige Schritte entfernt wird in Kürze der Neubau des Historischen Museums in Angriff genommen. Die beträchtlichen Investitionen in die Kultur schlagen sich weiterhin in Auszeichnungen und Preisen für die Frankfurter Theaterszene sowie in den Besucherzahlen der Museen nieder. Neben der kulturellen hat auch die sportliche Infrastruktur vor allem im Breitensport von der Renovierung von Vereinsheimen und neuen Kunstrasenplätzen erheblich profitiert. Spitzensportlich und weltmeisterlich wird es im kommenden Jahr wieder bei der Frauen-Fußball-WM zugehen, und auf einer großen Fanmeile am Main kann während und auß erhalb der Spiele auch wieder mitgefiebert und –gefeiert werden.

Die wichtigste Ressource Frankfurts sind indes seine Bürgerinnen und Bürger. Stiftungen, individuelle Initiativen und persönliches Engagement bereichern die Stadtgesellschaft nicht nur materiell. Sie erschließen vor allen Dingen ein Potential an Know-how, das Politik und Verwaltung allein niemals in diesem Umfang mobilisieren könnten. Ob die Planungswerkstatt zum Bolongaropalast und zur Altstadt, das Integrationskonzept oder – in einigen Monaten – eine Plattform zur Erstellung eines städtischen Haushalts mit direkter Bürgerbeteiligung: Die Kompetenzen der Bürgerinnen und Bürger werden zunehmend auch mithilfe modernster Kommunikationstechnologie unmittelbar in die politischen Entscheidungsprozesse einbezogen.

So wird Frankfurt auch in Zukunft eine Stadt sein, die nicht jedem alles, aber allen vieles bieten kann, und damit weiterhin zu den attraktivsten Städten unseres Landes zählen - weit über das kommende Jahr hinaus, für das wir allen Frankfurterinnen und Frankfurtern viel Glück, Erfolg, Gesundheit und persönliches Wohlergehen wünschen.

(Redaktion)


 


 

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Karlheinz Bührmann

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