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Karriereplanung

Karriere aus weiblicher Perspektive: Die Messe herCareer

Wie baue ich ein gutes Netzwerk auf? Wie kann ich meine Stärken einsetzen, um souverän aufzutreten? Und wie sorge ich dafür, dass ich genauso viel bezahlt bekomme wie meine männlichen Kollegen? Um diese und andere Fragen der weiblichen Karriereplanung geht es bei der Messe "herCareer", die am 15. und 16. Oktober in München stattfindet.

herCareer ist die erste Messe in Deutschland, die sich allen Aspekte der Karriere von Frauen widmet. Das Angebot richtet sich an Frauen in allen Phasen ihrer Laufbahn. "Wir holen die Besucherinnen dort ab, wo sie gerade stehen: Am Jobeinstieg, -aufstieg, -wiedereinstieg oder bei der Gründung des eigenen Unternehmens", sagt Natascha Hoffner, die Gründerin und Geschäftsführerin der Messe. So gibt es für die jüngeren Teilnehmerinnen einen Workshop dazu, wie man ein gutes Netzwerk aufbaut; die etwas älteren können lernen, was sie zu guten Führungskräften macht.

Die Aussteller kommen aus den unterschiedlichsten Branchen. Mit dabei sind Medienunternehmen wie Brand eins und die Südwestdeutsche Medienholding, Onlineshops wie Amazon und Freshfoods sowie Frauen-Wirtschaftsverbände wie der Verband deutscher Unternehmerinnen und die Social Business Women. Persönliche Treffen mit Karriereberatern sowie die Job Offer-Talks, bei denen Unternehmen Frauen ermutigen, sich auf eine Stelle zu bewerben, ergänzen das Programm. Außerdem gibt es eine Reihe an Workshops, etwa zu den möglichen Tücken des ersten Arbeitsvertrages oder zur erfolgreichen Online-Bewerbung. Dort können Teilnehmerinnen zum Beispiel lernen, wie sie durch das Erstellen einer E-Maildomain mit ihrem eigenen Namen professionell wirken können. Das ist auch beispielsweise bei 1und1 möglich.

Fragen für Frauen – und für Männer

Was macht eine Frage zur Karriere zu einer spezifisch weiblichen? In erster Linie die Tatsache, dass es immer noch viel weniger Frauen in Führungspositionen und an der Spitze von Neugründungen gibt. Der Keynote-Speakerin Susanne Porsche zufolge hänge das damit zusammen, dass Frauen immer noch die Hauptverantwortung in der Familie übernehmen. Sie plädiert deshalb für mehr Ganztagsschulen, damit Mütter mehr Zeit für ihr eigenes Unternehmen haben.

Solche Probleme, die auf der Messe im Mittelpunkt stehen, sollten aber eigentlich keine sogenannten Frauenthemen sein, so Porsche. Die Frage, wie sie Beruf und Familie miteinander vereinbaren würden, bekämen immer nur Frauen gestellt, so die erfolgreiche Film- und Fernsehproduzentin. "In der sogenannten Rushhour des Lebens, wenn Beruf, Kinderbetreuung und womöglich die Pflege der Eltern bewältigt werden wollen, sind Männer und Frauen heute zum gleichen Teil belastet. Und dann ist es unfair, wenn von Frauen immer noch erwartet wird, den Löwenanteil des Familienmanagements zu übernehmen", sagt sie.

Aus diesen Gründen setze Hoffner darauf, dass bei der Messe auch viele Männer anwesend sein werden, die sich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie verpflichtet fühlen oder sich für Frauen in der Unternehmensführung stark machen. Als Redner sind unter anderem Robert Franken, ehemaliger CEO von Chefkoch.de, und Frank Kohl-Boas, Personalchef von Google Deutschland, eingeladen. Sie wollen dazu beitragen, dass eine Karrieremesse nur für Frauen irgendwann nicht mehr nötig ist; die ideale Berufswelt ist auf Frauen wie Männer gleichermaßen ausgerichtet.

Bildrechte: Flickr AW9FYG Sam Churchill CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

(Redaktion)


 


 

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