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Verkehrsrecht

Wann zahlt die Kaskoversicherung?

Geld für Geisterfahrer

Per Quote geregelt werden auch Rotlicht-Unfälle. "Generell ist ein solcher Verstoß grob fahrlässig", weiß der Rechtsanwalt, "Ausnahmen gibt es jedoch auch". Sogenanntes Augenblicksversagen sei beispielsweise keine grobe Fahrlässigkeit. Liege eine "verzeihliche Ablenkung" beim Augenblicksversagen eines Kraftfahrers vor, empfehle die Literatur eine Kürzung der Versicherungsleistungen um 40 bis 50 Prozent. Fahre man auf der Geradeausspur trotz Rot in die Kreuzung und verursache einen Unfall, weil man versehentlich dem Grün der Linksabbiegerspur gefolgt sei, sollte nach der Literatur die Kürzung 20 bis 40 Prozent betragen.

Wer auf der Autobahn wendet, muss bei einem Unfall mit mindestens 60 bis 80 Prozent Kürzungsquote rechnen, nennt Winter ein weiteres Beispiel der Quotenregelung. Ähnlich liege es in einem Fall, in dem man auf ein gut erkennbares Hindernis auffahre.

Selbst ein Geisterfahrer könne noch je nach Einzelfall darauf hoffen, 20 bis 50 Prozent seines Schadens ersetzt zu bekommen. Ähnlich reagierten Assekuranzen, wenn man sein Auto ohne Benutzung der Handbremse auf abschüssiger Straße abgestellt hatte und es deshalb zu einem Unfall gekommen war.

Demgegenüber haben Winterreifenmuffel geradezu schlechte Karten. "Bei der Benutzung von Sommerreifen und winterlichen Straßenverhältnissen kommt man schlecht weg", warnt der Jurist: "Hier wird empfohlen, 40 bis 70 Prozent der Versicherungsleistung zu kürzen."

(Redaktion)


 


 

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