32. Journalistenstammtisch



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Ganz gespannt
warteten die Besucher des 32. Journalistenstammtischs am 16. Februar auf die
angekündigte Referentin Katja Marx. Seit 2006 ist sie Chefredakteurin des
HR-Hörfunks und seit 2009 auch Programmleiterin von hr-iNFO. Ihr
300-Sekunden-Statement trug den Titel „Aus dem Hintergrund müsste Lahm schießen
… – Wie hr-iNFO von der Ersatzbank auf das Spielfeld stürmt.“ Der erste Schritt
dorthin wurde mit dem Relaunch des Sendeformats vor eineinhalb Jahren getan.
Seitdem gibt es im 20-Minuten-Takt Nachrichten und um 20 Uhr die Tagesschau.
Marx begründete ihr Konzept mit der Nutzungssituation der Zielgruppe, der
Pendler im Auto: „Nur hier wird nicht gesurft, getwittert oder Fernsehen
geschaut. Das ist die Chance für hr-iNFO. Das neue Format soll den Hörer auf
seinem Weg zum Arbeitsplatz in höchstens einer halben Stunde über alles
Wichtige informieren. Dabei setze der Sender auch auf die emotionale Ansprache
der Hörer, zum Beispiel mit radiophonen Reportagen oder einer umfangreichen Fußball-Berichterstattung.

Im Anschluss an
das Statement interviewte Mitveranstalter und Moderator des Abends, Steffen
Ball, die Referentin. Vor allem die schlechte Frequenzausstattung des
Informationssenders war hier ein Thema. Die Frequenzen von hr-iNFO decken nur
40 Prozent der Fläche Hessens ab. Laut Marx liegt die Entscheidung über die
Zuteilung der Frequenzen aber nicht beim Hessischen Rundfunk, sondern bei der
Staatskanzlei in Wiesbaden. Bei den Frequenzvergaben ist politische Macht
entscheidend. Ball stellte fest, dass dann wohl in Bayern die Macht etwas
anders verlagert sei. Denn der Infokanal des bayerischen Rundfunks hat eine wesentlich
größere Reichweite als hr-iNFO und somit lautete sein Fazit des Abends: „In
Bayern steht man auf Info, in Hessen nicht.“ Marx nahm es gelassen und verwies
auf die steigenden Hörerzahlen des hessischen Info-Formats. Seit dem Relaunch
2009 habe hr-iNFO seine Tagesreichweite mehr als verdoppelt.

Für eine
Stärkung nach der Diskussion zauberte das Kempinski Team ein winterliches
Büffet. Hierbei nutzten auch viele der Journalisten aus dem Rhein-Main-Gebiet
die Gelegenheit zum gemeinsamen  „Small
-Talk in der Gerüchteküche“ mit Katja Marx.

Foto Copyright: Fernando Baptista

 

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